Schweiz punkto Kleinstkredite gross

Die Schweiz hat sich in den letzten Jahren als wichtiger Spieler im schnell wachsenden Markt mit Kleinstkrediten entwickelt. 2009 stammte ein Viertel der weltweiten Investitionen im Kampf gegen die Armut aus Schweizer Fonds.

Dieser Inhalt wurde am 02. Juli 2010 - 16:33 publiziert

Insgesamt wendeten Schweizer Fondsmanager im letzten Jahr 1,5 Mrd. Franken für Mikrofinanzen auf.

Kleinstkredite seien ein wichtiger Ansatz zur Armutsbekämpfung, sagte Martin Dahinden, Chef der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) zum Abschluss einer einwöchigen Konferenz über Mikrofinanzen. Am Anlass in Bern nahmen rund 200 Fachleute aus rund 50 Ländern teil.

"Noch immer haben über zwei Drittel aller Menschen keinen Zugang zu Finanzdienstleistungen", kritisierte Dahinden. Vor allem fehle es an professionellen Unternehmen, die kostengünstige Kredite, Geldtransfers und Mikroversicherungen auch für Arme anböten.

Mit Kleinstkrediten wird es mittellosen Menschen aus der Dritten Welt ermöglicht, eine bessere Grundlage für eigene Einnahmequellen aufzubauen. Die Banken setzen dabei darauf, dass soziale Beziehungen den Bezüger zur Rückzahlung motivieren.

Damit die "rasant wachsende" Nachfrage an Mikrofinanz-Fonds weiter hoch bleibt, muss die soziale Nachhaltigkeit besser messbar und sichtbarer werden. Darin waren sich die Teilnehmer der Konferenz einig. Entsprechende Standards zu definieren, sei aber sehr schwierig.

Mit am Tisch der Beratungen sassen auch Verantwortliche von Mikrofinanz-Fonds. "Eine Effizienzsteigerung ist auch im Sinne unserer Kunden", sagte Klaus Tischhauser, Direktor des Fonds "ResponsAbility".

swissinfo.ch und Agenturen

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