Heute in der Schweiz
Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
Leider kann ich Ihnen heute nichts anderes bieten als das Thema der Stunde: Das Coronavirus hat einen Einfluss auf alle, die in der Schweiz leben.
Trotzdem ganz herzliche Grüsse aus Bern, und bleiben Sie gesund!
Am Coronavirus kommt in der Schweiz niemand mehr vorbei. In den Medien findet kein anderes Thema mehr Platz, deshalb heute ein monothematisches Briefing. Wie geht die Schweiz mit der Situation um?
Zu Hause bleiben. Das ist noch immer die wichtigste Massnahme im Kampf gegen die flächendeckende Ausbreitung des Coronavirus in der Schweiz. Unterdessen wurden bereits erste Gastrobetriebe angezeigt, die sich im Kanton Wallis nicht an die verordnete Betriebsschliessung gehalten haben. Laut Polizei drohen ihnen hohe Strafen.
Heute wurde bekanntgegeben, dass die Abstimmung vom 17. Mai nicht durchgeführt wird. Wichtigstes Thema wäre die Begrenzungs-Initiative der Schweizerischen Volkspartei (SVP) gewesen, deren Annahme einen faktischen Austritt der Schweiz aus dem freien Personenverkehr mit der Europäischen Union (EU) bedeuten würde.
Zudem werden nun die Schmerzmittel rationiert. Seit 14 Uhr dürfen Ärzte und Apotheken ihren Kunden nur noch eine Packung pro Einkauf abgeben. Betroffen sind alle gängigen Produkte. Die Massnahme gelte für sechs Monate, hiess es.
- Mehr Details im jeden Tag aufdatierten Überblick von SWI swissinfo.ch: Coronavirus: Die aktuelle Lage in der Schweiz.
- Hier finden Sie die neusten Meldungen und Berichte von SRF News zum Thema CoronavirusExterner Link.
- Offizielle Informationen über das neue CoronavirusExterner Link auf der Website des Bundesamts für Gesundheit (BAG).
- Mitteilung der Bundesbehörden: Volksabstimmung vom 17. Mai wird nicht durchgeführtExterner Link.
- Auch die Neue Zürcher ZeitungExterner Link bietet auf ihrer Website eine Übersicht über die neusten Entwicklungen (Paywall).
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Sie haben eine Ausschreibung der Europäischen Kommission gewonnen. Die Forschenden des Tessiner Instituts für Biomedizin. Mit dem Geld beteiligen sie sich an der Entwicklung von Therapien und Impfstoffen gegen das Coronavirus.
Immuntherapien gegen das neue Coronavirus. An diesem Ziel arbeiten Luca Varani und seine Crew im Tessin. Sie verfolgen drei verschiedene Ansätze. Allen gemeinsam ist, dass Blut oder Antikörper von geheilten Personen auf Kranke übertragen werden.
Einer der Ansätze ist eine Spezialität des Labors: Die Forschenden suchen bei ihrer vielversprechenden Methode nur jene Antikörper bei Geheilten, von denen nachgewiesen werden konnte, dass sie das Coronavirus besiegen können. Diese werden dann künstlich hergestellt. «Der Vorteil ist, dass wir sie unbegrenzt produzieren können», sagt Institutsleiter Varani im Interview meines Kollegen Luigi Jorio.
Allerdings sei bei jeder Methode vor zu viel Enthusiasmus gewarnt: Bis zur Zulassung eines Arzneimittels dauere es im besten aller Fälle mindestens zwei Jahre, sagt der Laborchef.
- Das Interview, das mein Kollege Luigi mit Luca Varani führte.
- Auch SRF NewsExterner Link berichtete über mögliche Ansätze bei der Suche nach Impfstoffen oder Medikamenten gegen Covid-19.
- Ein Problem bei der Bekämpfung solcher Infektionskrankheiten sei die Gewinnmaximierung der Pharmariesen, schrieb meine Kollegin Jessica Davis Plüss kürzlich.
«Kommt zurück in die Schweiz!» Dies die Aufforderung des Bundesrats an Schweizerinnen und Schweizer, die auf Auslandreisen sind. Doch das für viele ist nicht so einfach.
Einige stecken fest, sind ohne Informationen oder wollen gar nicht heimkommen. So etwa ein 29-jähriger Zürcher. Er hatte sich auf Weltreise begeben. Die Krankenkasse ist abgemeldet, die Wohnung gekündigt. Zurzeit ist er in Sri Lanka. «Ich fühle mich hier sicher und wohl», sagt er gegenüber unserer Korrespondentin Eva Hirschi.
Er sei unterdessen der einzige Gast im Hotel. «Die Hotelangestellten flehen mich nahezu an, zu bleiben. Ihr Einkommen hängt davon ab.» Er vermutet, in dieser Isolation sicherer zu sein als in der Schweiz.
Zwei junge Bernerinnen hingegen, die per Velo in der Natur Bosniens unterwegs waren, erfuhren erst von der Krise, als sie zurück in der Zivilisation wieder Internetverbindung hatten. Nun wollen sie versuchen, zurück in die Schweiz zu gelangen – irgendwie.
- Der Bericht unserer Korrespondentin Eva Hirschi.
- Gemäss Tages-AnzeigerExterner Link berichten Reisende von dramatischen Situationen an Flughäfen (Paywall).
- Auch der BlickExterner Link berichtet über gestrandete Schweizerinnen und Schweizer (mit Videos).
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