Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer
Als ich vor Jahren zwei Kurzpraktika an Zürcher Gerichten absolvierte, musste ich jeweils eine Erklärung unterschreiben, dass ich nichts, aber auch gar nichts aus dem Gerichtssaal oder den Akten ausplaudern würde. Das hätte ich mir sozusagen sparen können, die Zürcher Justiz gab in der gleichen Zeit ganze Festplatten mit unverschlüsselten Daten weiter.
Herzliche Grüsse
Justiz-Datenleck: Hochsensible Daten landeten im Drogen- und Sex-Milieu.
Die Zürcher Justizdirektion hat mutmasslich über Jahre bei der Entsorgung von Computern geschlampt.
So gelangten äusserste heikle Daten wie etwa psychiatrische Gutachten oder Mobiltelefonnummern in kriminelle Hände. Das berichten Tages-Anzeiger und Blick.
Als eine Frau Anfang November 2020 an der eigentlich geheimen Privatadresse eines Staatsanwalts auftauchte, flog die Sache auf. Der Öffentlichkeit bekannt wurde der Skandal allerdings erst durch einen politischen Vorstoss des Milieu-Anwalts Valentin Landmann (im Bild).
- Der Artikel im BlickExterner Link.
- Die Berichterstattung des Tages-AnzeigersExterner Link (Paywall).
- Auch SRFExterner Link und WatsonExterner Link berichten.
Vor 30 Jahren sagte die Schweizer Stimmbevölkerung Nein zum EWR-Beitritt.
Mein Kollege Benjamin von Wyl widmet der historischen Abstimmung drei Beiträge. So hat er drei Personen, die damals «Ja» gesagt haben, zu ihren Erinnerungen befragt.
Auch sprach er mit Polit-Doyen Claude Longchamp, für den der EWR die «spannendste Abstimmung meines Lebens» war.
In einer Reportage geht er schliesslich auf Tuchfühlung mit der Schweizerischen Volkspartei. Denn mit dem Nein zum EWR-Beitritt begann der Aufstieg der SVP zur politisch stärksten Partei der Schweiz.
Aus Anlass des EWR-Jubiläums fordern Prominente einen Aufbruch in der Europapolitik.
Zum 30. Jahrestag des Neins zum EWR-Beitritt fordern 196 Prominente ein «rasches Handeln«. Der Bundesrat müsse Klarheit schaffen, wie er die Beziehungen mit der EU gestalten wolle.
Zu den Unterzeichnenden gehören nebst Promis wie Schriftsteller Adolf Muschg oder Filmregisseur Xavier Koller auch acht ehemalige Bundesrät:innen (Pascal Couchepin, Joseph Deiss, Ruth Dreifuss, Arnold Koller, Moritz Leuenberger, Doris Leuthard, Ruth Metzler und Samuel Schmid).
Brisant: Die als Favoritin für die Sommaruga-Nachfolge gehandelte Eva Herzog hat ihre Unterschrift ebenfalls unter das Schreiben gesetzt.
- Die NZZExterner Link (Paywall) berichtet.
- Die News (auf Englisch) und die Agenturmeldung auf swissinfo.ch.
- Auch der BlickExterner Link publizierte die Meldung.
Mehr
Immer mehr Schweizer Rentner:innen verbringen ihren Ruhestand in Deutschland.
Die Wohn- und Lebenshaltungskosten sind in Deutschland tiefer als in der Schweiz. Der Schweizer Franken ist stark. Und in Deutschland gibt es keine Vermögenssteuer.
Viele Gründe also, im Alter den Wohnsitz von der Schweiz nach Deutschland zu verlegen. Im Jahr 2021 lebten laut Statistik 20’000 Schweizer Rentner:innen in Deutschland.
In Wahrheit dürften es sogar mehr sein. Was der Umzug für die Steuern, Krankenkasse und den Immobilienbesitz bedeutet, erfahren Sie in der NZZ.
- Der Artikel in der NZZExterner Link (Paywall).
- Aus unserem Archiv: Pensionierte sagen der Hochpreisinsel Schweiz Adieu.
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