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Protestaktion von Genfer Swissair-Beschäftigten

Proteste des Swissair-Personals im Genfer Flughafen, nicht aber Zürich-Kloten. Keystone

Gut hundert Swissair-Angestellte haben am Samstag die Zweigstelle der UBS auf dem Genfer Flughafen Cointrin blockiert.

Durch eine von den Swissair-Angestellten gebildete Menschenkette wurde der Zugang zur UBS-Filiale verunmöglicht. Der Flugverkehr wurde durch die zweistündigen Protestaktion nicht beeinträchtigt.

Bankgeschäfte waren weder an den Schaltern noch an den Bankomaten möglich. Die Aktion im Flughafen wurde auf Initiative der Gewerkschaften VPOD und PUSH durchgeführt. Damit sollte die Verantwortlichkeit der UBS im Swissair-Debakel angekreidet werden, sagte VPOD-Sekretär Rémy Pagani.

Kein Sukkurs aus der Deutschschweiz

Keine Unterstützung erhielten die Genfer Swissair-Beschäftigten von ihren Deutschschweizer Kolleginnen und Kollegen: In Zürich hatten die Angestellten der Swissair bereits am vergangenen Donnerstag von Protestaktionen Abstand genommen.

Am Freitag hat die Crossair mit den Gewerkschaften des Bodenpersonals eine Einigung gefunden. Crossair, die Gewerkschaften VPOD und GATA sowie die Personalverbände SKV und PUSH werden nun Verhandlungen über einen Gesamtarbeitsvertrag für das gesamte Bodenpersonal aufnehmen. Ziel ist es, die Verhandlungen bis zum 31. März 2002 abzuschliessen.

SP fordert Bund-Vorfinanzierung der Sozialpläne

Der Bund soll nach dem Swissair-Debakel die Sozialpläne vorfinanzieren. Dies fordert die Sozialdemokratische Partei. Die SP unterstütze die Aktionen des Personals, teilte die Partei am Samstag mit. Das Swissair-Personal werde im Ungewissen gelassen.

Es sei nicht akzeptabel, dass die Sicherstellung der Sozialpläne immer weiter in die Zukunft verschoben werde, schreibt die SP. Da die ehemaligen Verwaltungsräte sich weiterhin aus ihrer Verantwortung stählen und die Banken die Kredite verweigerten, solle der Bund die Garantien übernehmen oder die Gelder bis zum Abschluss des Nachlassverfahrens vorschiessen.

Die Unterstützung der SP für die neue Fluggesellschaft sei mit dem Auftrag an den Bundesrat verbunden, auf dem Verhandlungsweg die Finanzierung der Sozialpläne sicherzustellen. Bis jetzt seien aber keine Fortschritte erzielt worden. Die Zwischenergebnisse der Nachlassverfahren würden eine befristete Verpflichtung des Bundes erlauben.

swissinfo und Agenturen

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