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20 Millionen für Wintersportanlagen

Die für die gescheiterte Olympia-Kandidatur Sion 2006 bestimmten 20 Mio. Franken des Bundes sollen für Eis- und Schneesport- Anlagen verwendet werden. Mit 105 zu 0 Stimmen hat der Nationalrat, die grosse Kammer, diesen Antrag des Bundesrates gebilligt.

Im Rahmen des Nationalen Sportanlagenkonzept (NASAK) hatte das Parlament 20 Mio. für Sion 2006 und 60 Mio. für weitere wichtige Sportanlagen gesprochen. Weil das Internationale Olympische Komitee (IOC) die Winterspiele nach Turin vergeben hat, müssen die Mittel nun von den olympischen Infrastrukturen auf andere Vorhaben umgepolt werden.

Die Sonderbotschaft war im am Montag (19.06.) im Nationalrat, der als Erstrat die Vorlage diskutierte, unbestritten. Im Vordergrund steht die Erstellung einer guten Infrastruktur für die Eis- und Schnee-Sportarten. Deren Bedürfnisse waren beim Einsatz der 60 Mio. weitgehend zurückgestellt worden, weil man davon ausgegangen war, dass «nachnutzbare» Anlagen für die Winter-Olympiade gebaut würden.

Die wichtigsten Vorhaben

9 der 20 Sion-Millionen sind jetzt für Eissport-Anlagen vorgesehen, insbesondere für die Eissporthalle St. Jakob Basel mit 6’000 Plätzen, die 400-Meter- Eisschnellauf-Rundbahn Davos (Kunsteis statt Natureis), das Eissportzentrum Wallis und die Bob-Bahn St. Moritz-Celerina.

Finanzhilfen von 5,5 Millionen sind für den Schneesport reserviert, nämlich für die Skisprung-Schanze Engelberg, den Trainings- und Wettkampf-Stützpunkt SSV Zermatt mit Gletscherpisten und die «nachnutzbare» Sportinfrastruktur der Alpinen Ski- Weltmeisterschaft 2003 im Engadin.

Weitere 5,5 Mio. an Bundesbeiträgen sollen an polysportive Anlagen und Zentren gehen: an das Sportzentrum Glarner Unterland, das Basketball-Zentrum Freiburg mit 3’500 Plätzen und ausgewählte kleinere Anlagen von nationaler Bedeutung.

60 Millionen für Stadien

Mit den früher gesprochenen 60 Mio. Franken werden die Erweiterungen der Stadien Letzigrund und Pontaise sowie der Neubau der Stadien Wankdorf, St. Jakob und La Praille unterstützt. Dazu kommen Hilfen für ein Hallenvelodrom, ein polysportives Zentrum Ostschweiz und ein nationales Schwimmzentrum.

«Endlich tut sich etwas in der Sportinfrastruktur der Schweiz», freute sich Bundesrat Adolf Ogi im Nationalrat. Viele Projekte seien bereits weit fortgeschritten.

Die Vorlage muss nun noch vom Ständerat, der kleinen Kammer, gutgeheissen werden.

swissinfo und Agenturen

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