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Bundesrätin Ruth Metzler besucht Kosovo-Rückkehrer

Die Schweizer Justizministerin, Bundesrätin Ruth Metzler, hat sich am Donnerstag (06.04.) im Kosovo über die Lage von Rückkehrern aus der Schweiz informiert. Metzler traf auch mit Vertretern lokaler Behörden und internationaler Organisationen zusammen.

Die Schweizer Justizministerin, Bundesrätin Ruth Metzler, hat sich am Donnerstag (06.04.) im Kosovo über die Lage von Rückkehrern aus der Schweiz informiert. Diese und Informationen der internationalen Behörden zeigten, dass die Rückkehr von Kosovo-Flüchtlingen tragbar sei, sagte Stefan Wyer, persönlicher Mitarbeiter von Metzler am Donnerstag.

Bundesrätin Metzler weilt seit Mittwoch zu einem dreitägigen Besuch im Kosovo. Am Donnerstag besuchte sie Rückkehrer-Familien in der Nähe von Suva Reka, wo die Swisscoy stationiert ist. Weiter führte sie Gespräche mit dem stellvertretenden Leiter der UNO-Mission im Kosovo (Unmik), Jock Covey, dem Chef der Zivilpolizei sowie mit Vertretern des UNO-Flüchtlingshilfswerks und der OSZE.

Sie sei sehr zufrieden, dass sich die Sicherheit im Kosovo soweit erhöht habe und eine Rückkehr der Flüchtlinge zulässig erscheine, sagte Metzler in einer Sendung von Schweizer Radio DRS. Es brauche diese Leute im Kosovo für den Wiederaufbau, die Stabilität und die Demokratisierung des Landes. Es sei aber auch klar, dass die Rückreise gestaffelt erfolgen müsse.

Weiter seien Investitionen nötig, um die Arbeitslosenrate zu senken und die Zivilgesellschaft zu stabilisieren. Zur Frage, ob jugendliche Kosovo-Flüchtlinge in der Schweiz ihre Ausbildung beenden könnten, verwies Metzler auf die laufende Vernehmlassung bei den Kantonen. Klar sei, dass die Ausbildung eine Investition für den Kosovo sei. Sie könne aber noch nicht abschliessend Stellung nehmen.

Laut Wyer machten die internationalen Behörden bei der Rückkehr von Minderheiten, Serben und Roma, Vorbehalte. Hier sollten die Zufluchtsländer noch zuwarten. Für die am 1. Juni beginnende dritte Rückkehrphase der Schweiz, die auch die zwangsweise Rückführung vorsieht, sei mit der Unmik der letzte formale Schritt besiegelt worden, sagte Wyer weiter.

Bei den Kosovo-Albanern habe sich zudem gezeigt, dass die Rückkehrhilfe der Schweiz beim Start sehr nützlich sei. Diese Unterstützung sei vom UNO-Flüchtlingshilfswerk (Unhcr) sehr gelobt worden. Auch werde die Schweiz als fast einziges Land genannt, das sich um die früheren Flüchtlinge weiter kümmere.

Am Freitag (07.04.) besucht Bundesrätin Metzler nochmals Rückkehrer und reist am Abend in die Schweiz zurück.

swissinfo und Agenturen

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