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Christoph Blocher meldet sich zu Wort

Der Zürcher SVP-Nationalrat Christoph Blocher stellte Querelen in seiner Partei in Abrede. Er sehe sich keineswegs als Spaltpilz in der Volkspartei. Mit dem Berner und mit dem Bündner Flügel verstehe er sich gut.

Der Zürcher SVP-Nationalrat Christoph Blocher hat von «einer besonderen Entwicklung in der Partei nichts gemerkt». Würde er die Zeitungen nicht lesen, hätte er den Eindruck, alles sei wie immer. Dies sagte Blocher der Nachrichtenagentur sda am Dienstag (21.03.).

Er sehe sich keineswegs als Spaltpilz in der Volkspartei. Mit dem Berner und mit dem Bündner Flügel verstehe er sich gut. Mit Parteikollegen in Graubünden verkehre er, der im Kanton ein Unternehmen hat, oft. Er wisse von den Querelen in der SVP nur, was die Zeitungen schrieben. Gewisse Leute – «immer diesselben» – äusserten sich gegen den offiziellen Kurs der Partei und vor allem gegen ihn, Blocher.

Zum Vorwurf eines steigenden Totalitarimus in der Partei, den Nationalrätin Lisbeth Fehr (SVP/ZH) am Samstag in einem Interview äusserte, sagte Blocher: «Ich weiss nicht, was sie damit meint.» In der Partei habe Fehr nie so etwas gesagt. In der SVP würden Meinungsverschiedenheiten offen ausgetragen und ererinnere sich nicht, dass Fehr in Grundsatzfragen je andere Meinungen geäussert hätte. Fehr habe gesagt, sie wolle ihre Ansichten mehr einbringen. Das freue ihn.

Blocher würde Weyeneth-Brief unterschreiben

Christoph Blocher lobte den Brief, den der Berner Kantonalpräsident Hermann Weyeneth an die Parteimitglieder geschrieben hatte, als «ausgezeichnet». «Keinen Satz könnte ich nicht unterschreiben», sagte Blocher. Dass sich die Berner Partei mehr einbringen wolle, begrüsse er.

Ob seine Partei bei der Bestückung des leitenden Ausschusses auf die Entscheide von Altdorf zurückkommen werde, konnte Blocher nicht sagen. Dies sei Sache des Präsidiums. Der Ausschuss werde mit Funktionsträgern bestückt. Das sei bisher nie zum kantonalen Politikum geworden. Die Sitze seien auch nie sonderlich begehrt gewesen.

Am Sonderparteitag in Altdorf waren am 2. März zwei Kandidaturen der Berner SVP, Nationalrätin Ursula Haller und ex-Nationalrat Albrecht Rychen, ausgeschlagen worden. Rychen wäre zur Bestätigung angestanden. Dies führte in Bern zu einigem Unmut. Der Berner Flügel ist nur noch mit Weyeneth und Bundespräsident Adolf Ogi – beide von Amtes wegen – im Leitenden Ausschuss vertreten.

swissinfo und Agenturen

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