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Clinton und Assad haben Gespräche aufgenommen

Das Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Clinton und dem syrischen Staatschef Assad (l.) ist im Gang. Die beiden Staatschefs haben ihre Gespräche im Genfer Hotel Intercontinental am Sonntag (26.03.) um 15.00 Uhr mit einigen Stunden Verspätung aufgenommen.

Das Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Clinton und dem syrischen Staatschef Assad (l.) ist im Gang. Die beiden Staatschefs haben ihre Gespräche im Genfer Hotel Intercontinental am Sonntag (26.03.) um 15.00 Uhr mit einigen Stunden Verspätung aufgenommen.

Weder Clinton noch Assad gaben vor Beginn der Gespräche eine Erklärung ab. Wie lange das Treffen dauern wird, ist völlig offen. Vor Beginn der Gespräche herrschte allgemein Zurückhaltung, blieben doch viele Aspekte offen.

Clinton und Assad trafen sich wie beim letzten Mal vor sechs Jahren im «Salon des nations» im Parterre des Hotels. Begleitet wurden sie von ihren wichtigsten Mitarbeitern. Das waren auf US-Seite insbesondere Aussenministerin Madeleine Albright, Sicherheitsberater Sandy Berger sowie der Stabschef des Weissen Hauses, John Podesta. Assad wurde begleitet von seinem Aussenminister Faruk el Schara und von Abdel Rauf el Kassem.

Vorsicht bei den USA

Ein Sprecher der syrischen Delegation erklärte am Sonntagmittag, dass Assad nach Genf gekommen sei, bekräftige das Interesse Syriens an einem «gerechten Frieden». Syrien sei bei allen ernsthaften Bemühungen zur Kooperation bereit, um den Friedensprozess voranzubringen und bestehende Hindernisse aus dem Weg zu räumen.

US-Sicherheitsberater Berger äusserte sich vor dem Treffen vorsichtig über Aussichten auf einen Durchbruch und die rasche Wiederaufnahme der syrisch-israelischen Gespräche. Dies werde vermutlich nicht Ergebnis des Treffens in Genf sein, sagte Berger und zitierte Clinton mit den Worten, die Kluft zwischen beiden Seiten sei nicht sehr tief, aber der Weg sei sehr schwierig.

Telefon mit Barak

Assad werde nach dem Gespräch vermutlich zu Beratungen nach Damaskus zurückkehren, und Clinton werde mit dem israelischen Ministerpräsident Ehud Barak sprechen, sagte Berger. Vor dem Treffen mit Assad habe Clinton am Sonntag mit Barak telefoniert, verlautete aus US-Delegationskreisen.

Clinton und Assad werden voraussichtlich nach ihrem Gespräch nicht gemeinsam vor die Presse treten. Angekündigt wurde aber die Verbreitung einer gemeinsamen Erklärung.

Bundespräsident Adolf Ogi ist am Sonntag nicht nach Genf gereist, um am Rande des Gipfeltreffens von US-Präsident Bill Clinton und Syriens Staatschef Hafis el Assad in der Rhonestadt mit den beiden Staatschefs kurz zusammenzutreffen.

EDA-Informationschef Ruedi Christen sagte am Sonntagnachmittag, ein solches Treffen sei nicht zwingend gewesen, denn beim Treffen Clintons und Assads stehe klar der Friedensprozess im Nahen Osten im Vordergrund. Da sei es auch verständlich, dass man sich darauf konzentriere.

Auf Ebene der Aussenminister hatte sich Bundesrat Joseph Deiss am Donnerstag (23.03.) mit seiner Amtskollegin aus den USA, Madeleine Albright, über den Friedensprozess unterhalten. Am Samstag (25.03.) war der EDA-Chef, der jüngst den Nahen Osten bereiste, in Genf auch mit dem syrischen Aussenminister Faruk al Schara zusammengetroffen.

swissinfo und Agenturen

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