Ethnische Kosovo-Minderheiten dürfen noch bleiben
Ethnische Minderheiten aus dem Kosovo müssen die Schweiz erst Ende Mai nächstes Jahr verlassen. Insbesondere die Rückführung der serbisch und albanisch sprechenden Roma sowie der Serben aus Kosovo ist nach Ansicht der Behörden noch immer problematisch.
Von der Fristverlängerung um neun Monate können knapp 3’000 Personen profitieren. Blockiert ist laut BFF auch die Rückführung von Menschen aus der Bundesrepublik Jugoslawien mit letztem Wohnsitz ausserhalb des Kosovo, so unter anderem der Albaner aus Südserbien, erklärte das Bundesamt für Flüchtlinge (BFF) am Donnerstag (17.08.).
Die Betroffenen erhalten die Fristerstreckung auf Gesuch hin. Die Ausreisefrist für Kosovo-Flüchtlinge war vom Bund auf Ende Mai dieses Jahres festgesetzt worden, für die ethnischen Minderheiten ursprünglich auf den 31. August.
Die Rückkehr der Kosovo-Albaner verläuft laut BFF weiterhin planmässig. Bisher seien gegen 31’000 Menschen ausgereist, die sich zum Rückkehrprogramm angemeldet hätten. Noch rund 10’000 zur Ausreise verpflichtete Kosovo-Albaner befänden sich in der Schweiz. Darunter sind rund 8’000, die sich nicht zum Rückkehrprogramm angemeldet haben und mit der Rückschaffung rechnen müssen.
swissinfo und Agenturen
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