Flutkatastrophe in Mosambik: Schweiz hilft vor allem mit Geld
Die Schweiz hilft den Flutopfern in Mosambik vor allem finanziell. Die Hilfsgüter verteilen müssen andere Staaten, da der Schweiz die logistischen Mittel fehlen. Inzwischen wurde das Einsatzgebiet unter den helfenden Nationen aufgeteilt.
Die Schweiz hilft den Flutopfern in Mosambik vor allem finanziell. Die Hilfsgüter verteilen müssen andere Staaten, da der Schweiz die logistischen Mittel fehlen. Inzwischen wurde das Einsatzgebiet unter den helfenden Nationen aufgeteilt.
Weitgehend abgeschlossen ist in Mosambik die Rettung von Hochwasseropfern aus Bäumen und von Dächern. Die Hilfe konzentriert sich nun auf Versorgungsflüge.
Während südafrikanische, britische und französische Kräfte im Süden Hilfe leisten, sollten Deutschland und die USA im Norden des Landes aktiv werden. Damit soll verhindert werden, dass es zu Koordinationsproblemen kommt.
Die Schweiz beteiligt sich mangels logistischer Hilfsmittel nicht an der Verteilung der Lebensmittel. Die Schweizer Hilfe fliesse über die UNO, deren Welternährungs- programm (WFP) oder das Kinderhilfswerk UNICEF zu den Überschwemmungsopfern, sagte Joachim Ahrens, Sprecher der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA), am Montag (06.03.) auf Anfrage.
Gegenwärtig weilen vier Personen im Schweizer DEZA-Büro in Maputo. Das Team soll gemäss Ahrens in den nächsten Tagen durch zwei Fachleute für Seuchen ergänzt werden, da es in den letzten Tagen bereits zu Cholera- und Malariafällen gekommen ist.
Die Aufgabe des Schweizer-Teams besteht darin, die Bedürfnisse der Bevölkerung abzuklären, um den Einsatz der finanziellen Hilfsmittel zu steuern. Die Schweiz hatte vergangene Woche ihre Soforthilfe für Mosambik auf 10 Millionen Franken aufgestockt.
Anfängliche Koordinationsprobleme
Die Hilfseinsätze der westlichen Staaten in Mosambik waren zu Beginn sehr unkoordiniert, wie nichtstaatliche Hilfsorganisationen (NGOs) kritisierten. Nach der Aufteilung des Katastrophengebiets in Sektoren ist das Welternährungsprogramm nun für die ganze Logistik der Hilfslieferungen zuständig.
Das WFP arbeitet eng mit jenen Ländern, die Helikopter und Flugzeuge zur Verfügung gestellt haben, sowie mit den nichtstaatlichen Hilfsorganisationen zusammen. Allein am Sonntag wurden 75 Tonnen Lebensmittel in Auffanglager für die Hochwasser-Geschädigten geflogen.
Die gross angelegten internationalen Hilfsmassnahmen für Mosambik werden in Maputo koordiniert. Die UNO kooperiert dabei mit dem mosambikanischen ‚Institut für Katastrophen-Management‘ (INGC), einer Regierungs-Behörde.
swissinfo und Agenturen
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