Nach Besuch in Chiapas: Schweizer Delegation ist zuversichtlich
Im mexikanischen Teilstaat Chiapas ist einen Monat nach den nationalen und rund zwei Wochen vor den regionalen Wahlen Hoffnung auf Veränderung des politischen Klimas spürbar. Diesen Eindruck gewann eine vierköpfige Schweizer Beobachterdelegation.
Während einer Woche sind die beiden Nationalrätinnen Lucrezia Meier-Schatz (CVP/SG) und Cécile Bühlmann (Grüne/LU), sowie der Sekretär der Schweizer Bischofskonferenz, Roland-Bernard Trauffer, und Théo Buss vom Hilfswerk «Brot für alle» in Chiapas unterwegs gewesen. Innerhalb von zwei Jahren war dies bereits die vierte Schweizer Mission.
Im Gegensatz zu der Delegation, die im Februar in den mexikanischen Unruhestaat gereist war, kam die jüngste Delegation direkt mit der vertriebenen Indio-Bevölkerung in deren Camps in Berührung. Daneben fanden Treffen mit der Regierung, der Opposition, mit kirchlichen Kreisen und Menschenrechts- Organisationen statt.
Der Konflikt in Chiapas eskalierte 1994, als sich die Guerillabewegung Zapatistische Nationale Befreiungsarmee (EZLN) mit sozialen und politischen Forderungen gegen die Regierung erhob. Im Verlauf des Konfliktes wurden Hunderte von Menschen getötet und Tausende vertrieben.
Jean-Michel Berthoud und Agenturen
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