Gefängnis wegen Drogen
Schweizer Touristen sind im Ausland oft unvorsichtig. Sie unterschätzen die Gefahr von Drogenvergehen und enden statt im Urlaub im Gefängnis.
Drogenvergehen sind die häufigste Haftursache bei jungen Menschen, die ins Ausland reisen. Es gebe sehr viele Verhaftungen wegen Drogendelikten, verlautete am Wochenende (14.07.) aus dem Aussenministerium (EDA) in Bern.
Dessen Abteilung ‚Schweizer im Ausland‘ kümmert sich um alle Schweizerinnen und Schweizer, die sich im Ausland aufhalten. Einerseits um die fast 600’000 Auslandschweizer, andererseits um alle Schweizer Staatsangehörigen, die ins Ausland verreist sind, dort Probleme haben oder sich in einer Notlage befinden.
Hunderte in Notlagen
Vergangenes Jahr musste die EDA-Abteilung 911 schwere Fälle behandeln, darunter etwa solche von 360 Schweizerinnen und Schweizern, die – mehrheitlich wegen Drogendelikten – inhaftiert sind.
Besser informieren
Abteilungschef Markus Boerlin wünscht sich in Bezug auf Drogendelikte bessere Hinweise in den Reiseführern. Junge Leute unterschätzten die Lage oft aus dem Gefühl heraus, im Ausland würden diese Dinge locker gehandhabt.
Nicht selten 40 Jahre Haft
Dabei sei es beispielsweise im asiatischen Raum so, dass die Haftstrafen auch bei geringen Drogenvergehen viel strenger seien als in der Schweiz. «Dort riskiert man schnell einmal 40 Jahre wegen geringen Drogenmengen», warnt Boerlin.
swissinfo und Agenturen
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