TdF: Jalabert neuer Leader – Zülle weit zurück
Leaderwechsel in der Tour de France: Nach dem Mannschaftszeitfahren vom Dienstag (04.07.) über 70 Km von Nantes nach Saint-Nazaire übernahm der Franzose Laurent Jalabert das Leadertrikot. Der Schweizer Alex Zülle fiel im Gesamtklassement weit zurück.
An der TdF bleibt das Mannschaftszeitfahren weiterhin keine Disziplin der Schweizer. Wie Tony Rominger vor fünf Jahren büsste diesmal auch Zülle viel Zeit und möglicherweise auch die Chance auf den Gesamtsieg ein. Sein Rückstand auf den neuen Leader Laurent Jalabert beträgt 4:19 Minuten.
Bei konstantem Gegenwind verlor Zülle mit seinen acht Teamkollegen von Banesto 4:23 Minuten auf die Bestzeit auf Once. Aber auch auf die Tour-Favoriten Lance Armstrong (USA) und Jan Ullrich (De) betrug der Zeitverlust drei Minuten und mehr.
Zülle hofft weiter…
Trotzdem gibt Zülle, mittlerweilen auf Platz 56 im Gesamtklassement abgestürzt, die Tour noch nicht für verloren: “Die Rundfahrt wird in den Bergen entschieden”, erklärte er nach dem Mannschaftszeitfahren.
Weit zurück fiel auch Laurent Dufaux mit seiner Saeco-Truppe, die 5:14 einbüsste. Das Gesamtklassement darf der Waadtländer nun wohl abschreiben. Er wird deshalb versuchen müssen, die Tour mit einem Etappensieg zu retten.
Duell: Once gegen US Postal
An der Spitze kam es in diesem erstmals seit fünf Jahren wieder ins Tour-Programm aufgenommene Mannschaftszeitfahren zum erwarteten Duell zwischen den Sportgruppen von Once und US Postal. Beide Teams hatten bereits im Einzelzeitfahren von Futuroscope ihr Potenzial gegen die Uhr angedeutet.
Während sich bei den Amerikanern drei Fahrer in den Topten klassierten, beendeten bei Once fünf Fahrer den Tour-Auftakt unter den ersten 17. Schliesslich setzten sich die Spanier deutlich durch, auch wenn sie nachträglich mit einer 20- Sekunden-Strafe für eine Windschatten-Aktion vom sportlichen Leiter Manolo Saiz erhielten.
Elf Kilometer vor dem Ziel war Saiz im Aufstieg zur Brücke von Saint-Nazaire neben den mit Ermüdungserscheinungen kämpfenden Marcos Serrano gefahren und hatte ihm dabei mit dem Mannschaftswagen unerlaubten Windschutz gegeben.
«Tagessieger»: Lance Armstrong
Der Gewinner des Tages heisst aber Lance Armstrong, der mit seinem US Postal-Team auf den zweiten Platz fuhr. Der amerikanische Vorjahressieger ist in aussichtsreicher Lauerstellung positioniert, ohne die Pflichten eines Leaders erfüllen zu müssen.
Gleichzeitig vergrösserte er seinen Vorsprung gegenüber seinen engsten Konkurrenten um wichtige Sekunden und Minuten.
swissinfo und Agenturen
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