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Gentech-Streit : Kalifornisches Gericht entscheidet gegen Roche

In einem Gentech-Streit um das Patent für ein Enzym in den USA ist Roche vor einem kalifornischen Bezirksgericht unterlegen. Die US-Firma Promega wirft dem Konzern vor, das Patent für ein DNA-Tool unlauter angemeldet zu haben. Roche rekurriert.

In einem Gentech-Streit um das Patent für ein Enzym in den USA ist Roche vor einem kalifornischen Bezirksgericht unterlegen. Die US-Firma Promega wirft dem Konzern vor, das Patent für ein DNA-Tool unlauter angemeldet zu haben. Roche rekurriert.

Promega mit Sitz in Madison, Wisconsin habe Roche vor Gericht gezogen, sagte ein Roche Sprecher am Mittwoch (08.12.) gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Ein Richter des Northern District of California in San Francisco hat nun gemäss Promega in der Nacht auf Mittwoch (mitteleuropäische Zeit) gegen Roche entschieden.

Das Streitobjekt – laut der US-Firma ein Gentech-Schlüsselpatent auch für die Polymerase-Kettenreaktion – habe Roche früher rund eine Million Franken Umsatz eingebracht, sagte der Roche-Sprecher weiter. Laut der Promega-Internetseite beträgt der jährliche Umsatz mit dem umstrittenen Enzym rund 200 Mio. Dollar (rund 300 Mio. Franken).

Heute benötigt Roche selbst laut ihrem Sprecher das umstrittene Enzym («Taq») nicht mehr, sondern eine weiterentwickelte, leistungsfähigere Variante («rekombinantes nTaq»). Roche habe aber 25 Lizenzen vergeben und vertrete mit dem Rekurs die Interessen der Lizenznehmer-Firmen.

Promega wirft gemäss dem Sprecher Roche vor, bei der Patentanmeldung gegenüber den US-Behörden unzutreffende Angaben gemacht zu haben. Promega betrachte das umstrittene Enzym namentlich als rein natürlich und damit gar nicht patentierbar. Roche bestreite dies und poche auf ihrem geistigen Eigentum.

Die Gentechnik-Firma Promega beschäftigt weltweit über 500 Personen. Über Umsatzzahlen gibt die Homepage keine Auskunft.

SRI und Agenturen

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