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Schweizerinnen und Schweizer surfen neun Stunden pro Woche im Internet

Internet-User sind in der Schweiz über neun Stunden pro Woche im Netz. Rund drei Viertel von ihnen möchten dafür keine Gebühren zahlen, wie eine am Dienstag (14.12.) veröffentlichte Markt- und Medienstudie der Wemf zeigt.

Internet-User sind in der Schweiz über neun Stunden pro Woche im Netz. Rund drei Viertel von ihnen möchten dafür keine Gebühren zahlen, wie eine am Dienstag (14.12.) veröffentlichte Markt- und Medienstudie der Wemf zeigt. Provider, Suchmaschinen sowie bekannte Printmedien sind die am meisten genutzten Internet-Angebote.

Hauptziel der Markt- und Medienstudie war es, die Reichweiten und Nutzerstrukturen der teilnehmenden Websites für die Werbewirtschaft analog den klassischen Werbemedien zu erfassen, wie die Wemf AG für Werbefernsehen erklärt. Zudem soll sie Transparenz über die technische Ausrüstung, die Meinungen und Einstellungen der privaten Konsumenten schaffen. Für die Untersuchung wurden 515 PC-Nutzer und 1’530 Internet-Anwender aufgrund von schriftlichen Unterlagen telefonisch befragt und die Resultate auf 2,201 Millionen deutschschweizer PC- oder Internet-Anwender im Alter von 15 bis 64 Jahren hochgerechnet.

Über neun Stunden verbringen die Internet-Anwender laut Studie normalerweise pro Woche in Internet. Das sind umgerechnet eine Stunde und 23 Minuten an einem Werktag und eine Stunde und zwölf Minuten an einem Samstag oder Sonntag. Dabei wird das Netz während 4,9 Stunden beruflich genutzt, privat wird 4,4 Stunden gesurft. Interessant ist laut Wemf, dass ein Viertel der beruflichen Nutzung ausserhalb des Arbeitsplatzes erfolgt.

Wie in anderen Ländern werden auch in der Schweiz Provider und Suchmaschinen am meisten genutzt, dicht gefolgt von Web-Angeboten bekannter Printmedien. An der Spitze der untersuchten Web-Sites liegt bluewindow.ch, das von 252’000 Usern mehrmals pro Monat bis täglich genutzt wird. Auf dem Podest stehen ebenfalls search.ch mit 174.000 Anwendern und die swisscom.com mit 167’000 Nutzern. Je 124’000 User kennen sear.ch und die Website des `Blick», über 90’000 Anwender die Websites der `NZZ» und des `Tagesanzeigers», über 70’000 Nutzer die Internet-Angebote von `facts» und `fundgrueb».

Die attraktivsten Inhalte sind gemäss der Studie E-Mail, Fahrpläne und Telefonverzeichnisse, Suchmaschinen, Archive von Printmedien sowie die Reiseplanung, die von einer Mehrheit der Anwender genutzt werden. Beliebt ist das Netz auch für die Weiterbildung, zum Einkaufen, für Wetterprognosen, Stelleninserate und den elektronischen Zahlungsverkehr sowie zum Chatten. Im Schnittwerden pro Kopf 8,5 der untersuchten Angebote genutzt, 4,1 daheim, 2,1 am Arbeitsplatz und 2,5 an beiden Orten.

E-Commerce hat gemäss Wemf bereits eine beachtliche Nutzerschaft, mit steigender Tendenz: Fast die Hälfte der Internet-Nutzer hat schon einmal im Web eingekauft, 35 Prozent taten dies im Verlauf des vergangenen halben Jahres. Bücher führen mit Abstand die Hitparade der Güter an, die schon jeder zweite Anwender bestellte. Jeder Dritte orderte Tonträger oder Eintrittskarten, Hotelbuchungen machte bereits jeder Vierte. Nur einer von fünf Anwendern hingegen ist von der Sicherheit des Zahlungsverkehrs im Web überzeugt. Aber nur jeder zehnte lehnt es grundsätzlich ab, persönliche Daten auf Anfrage anzugeben.

Zur Finanzierung der Web-Angebote haben die Internet-Anwender überwiegend klare Meinungen. Knapp drei Viertel sind für die Finanzierung durch Werbung und Sponsoring, knapp ein Viertel hingegen für Gebühren und gegen Werbung.

SRI und Agenturen

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