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Trauerfeier für Opfer des Crossair-Absturzes

Im Basler Münster haben Angehörige der Opfer, Vertreter von Crossair und SAirGroup sowie Politiker der zehn Opfer des Crossair-Absturzes vom vergangenen Montag gedacht.

Im Basler Münster haben Angehörige der Opfer, Vertreter von Crossair und SAirGroup sowie Politiker der zehn Opfer des Crossair-Absturzes vom vergangenen Montag gedacht. Crossair-Chef Suter, SAirGroup-Präsident Goetz und der Basler Regierungspräsident Tschudi entboten den Angehörigen ihre tiefe Anteilnahme.

Zwei Mitarbeiterinnen der Crossair zündeten in der Kirche eine Kerze für jedes der Opfer an, während die Namen der sieben Passagiere und drei Crew-Mitglieder verlesen wurden. Vier von ihnen stammten aus Deutschland. An der Trauerfeier, die auch nach Dresden übertragen wurde, nahm auch der Schweizer Verkehrsminister Moritz Leuenberger teil.

«Es tut mir unendlich Leid, was passiert ist», sagte Crossair-Chef Moritz Suter in seiner Ansprache im Basler Münster. Die Crossair sei ein Vierteljahrhundert unfallfrei geflogen und genau einen Monat vor dem Jubiläum trauere er mit allen um den Verlust von zehn Menschen. Der Glanz vieler erfolgreicher Jahre wolle vergessen sein, «das Schicksal zwingt uns zur Bescheidenheit», sagte er. Suter versicherte, er werde alles daran setzen, dass die Ursache des tragischen Unglücks so schnell wie möglich geklärt werden könne. Klarheit über das, was geschehen ist, könnte helfen, dass Geschehene im Rahmen des Möglichen besser zu akzeptieren.

SAirGroup-Verwaltungsratspräsident Hannes Goetz entbot im Namen des Verwaltungsrats der SAir-Group und im Namen des unaufschiebbar im Ausland weilenden Crossair-Verwaltungsratspräsidenten Philippe Bruggisser sein tief empfundenes Beileid. Das Unglück führe vor Augen, «dass wir Menschen sind und bleiben, obwohl wir glauben, die Technik zu beherrschen, obwohl wir ins All reisen und obwohl wir Makro- und Mikrowelten zu kennen meinen», sagte er. Die Plötzlichkeit, Menschen auf eine solch tragische Weise zu verlieren, lehre, dass nicht alles planbar und nicht alles machbar sei.

Goetz sprach im weiteren der Flughafenbehörde von Zürich, den Untersuchungsbehörden und der Kantonspolizei den Dank für ihren Einsatz aus. Dies gelte auch für die Helferinnen und Helfer, die auf dem Acker von Nassenwil ihre traurige Arbeit verrichtet hätten.

Nach den Worten des Basler Regierungspräsidenten Hans Martin Tschudi hat das tragische Ereignis in Basel eine besondere Anteilnahme erlebt, weil sich die Bevölkerung mit der Crossair, die aus ihrer Region herausgewachsen ist, besonders verbunden fühlt. Der Orkan Lothar, der Crossair-Absturz bei Niederhasli, aber auch das Unglück eines Schweizer Privatflugzeugs vom Donnerstag vor der Küsten Libyens rufe schmerzlich in Erinnerung, wie zerbrechlich menschliches Leben ist.

SRI und Agenturen

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