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Weniger Konkurse: Die Zahl der Pleiten sank 1999 auf den tiefsten Stand seit acht Jahren

Die Zahl der Konkurse in der Schweiz ist im letzen Jahr auf den tiefsten Stand seit acht Jahren gesunken. Insgesamt wurden im letzten Jahr 8'490 Firmen- und Privatkonkurse gezählt. Das waren 4,1 Prozent weniger als 1998.

Die Zahl der Konkurse in der Schweiz ist im letzen Jahr auf den tiefsten Stand seit acht Jahren gesunken. Insgesamt wurden im letzten Jahr 8490 Firmen- und Privatkonkurse gezählt. Das waren 4,1 Prozent weniger als im Vorjahr.

Die Zahl der Firmenkonkurse ging um 3,8 Prozent auf 4196 Pleiten zurück, wie die Wirtschaftsauskunftei Creditreform am Dienstag (11.01.) bekannt gab. Bei den Privatkonkursen wurde ein Rückgang um 4,3 Prozent auf 4294 Fälle verzeichnet.

Weniger Konkurse in der Westschweiz

In der Deutschschweiz nahm die Zahl aller Konkurse 1999 leicht um 2,4 Prozent zu. Die Westschweiz verzeichnete dagegen eine spürbare Entspannung (-13,9 Prozent). Einen leichten Rückgang von 2,9 Prozent gab es in der italienischen Schweiz.

Für Claude Federer, Sekretär der Creditreform, widerspiegeln diese Zahlen die Konjunkturerholung. Dass die Zahl der Firmenkonkurse seit 1997 wieder im Sinken ist, habe aber auch strukturelle Gründe. Viele Firmeninhaber würden nicht mehr bis zum Konkurs warten, sondern ihr Unternehmen mittels Umstrukturierung oder Fusion retten, sagte Federer. Dies zeige sich bei den Löschungen im Handelsregister: 1999 wurden gesamtschweizerisch mit 21 553 Löschungen 2,9 Prozent mehr Firmen gestrichen als im Vorjahr.

«Stabilisierung auf hohem Niveau»

Leicht gesunken sind die Neueintragungen. Im vergangenen Jahr trugen sich 31 198 Firmen neu ins Handelsregister ein, 1 Prozent weniger als im Vorjahr. Claude Federer sieht hier eine Stabilisierung auf hohem Niveau. Bei den Neugründungen zeigte sich im letzten Jahr ein starkes Gefälle zwischen der deutschen Schweiz und der Romandie. Gemäss Statistik sind die Jungunternehmer in der Deutschen Schweiz um Einiges risikofreudiger als ihre welschen Kollegen.

Die Zahl der Neueinträge sank in der deutschen Schweiz mit 21 279 nur um 0,2 Prozent. In der Westschweiz wurden hingegen 3 Prozent weniger Firmen gegründet als 1998. Im Tessin hat die Zahl von neu ins Handelsregister aufgenommenen Firmen um 1,2 Prozent abgenommen.

Von 100 Unternehmen verschwinden wieder 70

Vergleicht man die Zahl der Neugründungen mit den Löschungen, zeigt sich gesamtschweizerisch eine Abnahme des Nettowachstums um 8,9 Prozent. Umgerechnet kommen 1999 auf 100 neugegründete Unternehmen deren 70, die sich wieder aus dem Handelsregister streichen lassen.

Federer bezeichnete gegenüber der Nachrichtenagentur sda diesen Rückgang als nicht dramatisch. Die abnehmende Zahl der Arbeitslosen zeige, dass ein Rückgang an Firmen nicht gleichbedeutend mit einem Rückgang an Arbeitsplätzen sei. Ausserdem sei zu berücksichtigen, dass viele Einzelbetriebe gar nicht im Handelsregister eingetragen seien.

SRI und Agenturen

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