Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer
Das Verhandlungsende des Bundesrats beim Rahmenabkommen mit der EU hat einen hohen Preis: Die Studierenden sind von zwei wichtigen EU-Programmen abgehängt. Schweizer Unis finden neue Partnerschaften, die aber nur "Flickwerk" sind.
Mit besten Grüssen
Die Schweizer Unis suchen und finden neue Allianzen. Aber sie sind nur «Lückenbüsser».
Horizon Europe und Erasmus: Die Namen stehen für die beiden wichtigsten Forschungs- und Bildungsprogramme in Europa.
Schweizer:innen sind davon ausgeschlossen: Brüssel hat die Schweiz von den Programmen abgehängt, nachdem der Bundesrat das jahrelang ausgehandelte Rahmenabkommen für tot erklärt hatte.
Die Uni Bern konnte sich einer Allianz namens Enlight anschliessen, die aus neun Hochschulen besteht – ein schöner Erfolg. Aber er wiegt das Aussperren von den ganz grossen Brüsseler Honigtöpfen in Sachen Forschung und Bildung nie auf.
- Horizon-Rauswurf: Schweizer Unis suchen verzweifelt nach neuen Partner:innen – der Beitrag meiner englischsprachigen Kollegin Isobel Leybold-Johnson. Sie verlässt SWI swissinfo.ch nach über 20 Jahren – alles Gute Isobel!
- Die Angst der Schweizer Forschung vor der Isolation – Beitrag von Denise Lachat von der Schweizer Revue von letztem Oktober.
- «Die Schweiz hat sich ins Knie geschossen» – SWI swissinfo.ch-Wissenschaftsjournalistin Sara Ibrahim interviewte 2021 Martin Vetterli, Präsident der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL).
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Die Vermittlung in Konfliktfällen gehört zum Tafelsilber der Schweizer Aussenpolitik. Was zum Rüstzeug für solche Missionen gehört, erklärt ein erfahrener Mediator.
«Um Guerillas zu verstehen, muss man Marx lesen»: Das ist eine Erkenntnis, die der Westschweizer Jean-Pierre Gontard als Vermittler zwischen Regierung und FARC-Guerilla in Kolumbien gewann.
Wie schnell Vermittler:innen in Lebensgefahr geraten können, erlebte Gontard bei seinen Bemühungen für die Freilassung Ingrid Betancourts, die sechs Jahre in den Händen der Farc-Rebellen war. Die Regierung Kolumbiens betrieb ein Doppelspiel, befreite dann aber die Geisel in einer militärischen Aktion.
Ein anderer Grundsatz Gontards: Allen Beteiligten, also auch Guerillas, auf Augenhöhe begegnen.
- Friedensvermittler: «Um Guerillas zu verstehen, muss man Marx lesen» – der zweite Beitrag einer Mini-Serie von May Elmahdi Lichtsteiner und Kamel Dhif aus der arabischen Redaktion von SWI swissinfo.ch.
- Kolumbien: Das Ende eines langen Konflikts? – der erste Teil der beiden Autor:innen von SWI swissinfo.ch.
- Umstrittene Vermittlung von Jean-Pierre GontardExterner Link – Fernsehbeitrag von SRF von 2008.
Ernst Schacht: Ein Name, den niemand kennt. Der Basler wollte in der jungen Sowjetunion mithelfen, eine neue Gesellschaft aufzubauen.
Schacht, der von klein auf von Flugzeugmotoren begeistert war, bezahlte sein idealistisches Unterfangen schliesslich mit dem Tod.
Zwar steigt er aufgrund seiner Kenntnisse zum Fluglehrer auf und wird 1930 Kommandant einer Fliegerstaffel und später gar «Held der Sowjetunion».
Doch auch die höchste Auszeichnung schützt ihn nicht davor, Opfer der rasenden Paranoia Stalins zu werden: Im März 1942 wird er hingerichtet, zwei Monate später seine Frau, die ebenfalls aus der Schweiz stammte. Das gleiche Schicksal ereilte rund 30 andere Schweizer:innen.
- Ein Schweizer als «Held der Sowjetunion»: Aufstieg und Fall des Ernst SchachtExterner Link – Beitrag in der Neuen Zürcher Zeitung (Paywall).
- Auf der Suche nach Fritz Platten. Die Schweiz und der Kommunismus im 20. JahrhundertExterner Link – Ausstellung in der Universitätsbibliothek Basel von 2021/2022.
- Kommunist Fritz Platten: Dieser Schweizer brachte die russische Revolution ins RollenExterner Link – Beitrag von SRF News vom 16. Januar 2023.
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Am Brienzersee im Berner Oberland schieben die Postautochauffeur:innen Sonderschichten. Den Grund dafür werden Sie nie erraten.
Seit letztem Sommer sind auf der Linie 103 zwischen Bönigen und Iseltwald in den gelben Postbussen, in Bern «Poschi» genannt, Menschen aus Asien massiv in der Überzahl.
Grund ist eine koreanische TV-Serie, die auch auf Netflix zu sehen ist. Eine Schlüsselszene spielte auf dem Holzsteg, der beim malerischen Ort Iseltwald in den Brienzersee mündet.
Die Szene löste dermassen einen Hype aus, dass die Besucher:innenzahl jetzt einen Peak erreicht – mitten im kalten Winter.
- Netflix-Serie sorgt auch im Winter für PostAuto-Boom in IseltwaldExterner Link – die Good News von Postauto Schweiz.
- Wenn Fans einer Netflix-Serie den Schweizer Bergfrieden stören – unser Beitrag von letztem Sommer.
- «Grand Canyon der Schweiz»: Bundesgericht hält Schutzkonzept für Creux du Van für ausreichendExterner Link – ein anderer Fall von «Overtourism» und wie dessen Folgen in den Griff zu kriegen wären (SRF News).
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