Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer
Hochrisiko-Poker, Spekulation, Korruption, Milliardenbussen, Millionenboni: Die Aktionäre haben der Credit-Suisse-Spitze an der letzten Generalversammlung der Geschichte tüchtig die Kappe gewaschen.
Beste Grüsse
Frustration und Wut gaben an der letzten Generalversammlung der Credit Suisse den Ton an.
Die «GV», einst für die Anteilseigner ein Höhepunkt des Jahres, war der letzte Akt in der 167-jährigen Geschichte der Schweizer Grossbank.
Als Quittung für das schier unfassbare Versagen der Konzernspitzen in den letzten Jahren durften sich Verwaltungsratspräsident Axel Lehmann & Co. drei Stunden lang anhören, was die Aktionär:innen von ihrer Expertise und Leadership hielten.
Stellvertretend dafür: Ein Aktionär schenkte Lehmann einen Sack Nüsse – «hohle Nüsse», wie der Mann präzisierte. Als Zugabe gab er die Schale einer Kokosnuss dazu, quasi als Bonus.
Nach dem Dampfablassen stimmten die Aktionäre für die Annahme des Vergütungsberichts – mit der hauchdünnen Mehrheit von 50,06%. Damit kommen die Verwaltungsrät:innen in den Genuss einer Vergütung, die Geschäftsleitung dagegen nicht. Kleine «Wiedergutmachung» für Axel Lehmann und die noch antretenden sechs Mitglieder: Der – verkleinerte – Verwaltungsrat wurde wiedergewählt.
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Eine Schweizer NGO hilft der Ukraine bei der Minenräumung.
«Als ich in der Nähe des Dorfes Yagidne erstmals ein Projektil sah, war das ein echter Schock für mich (…). Wir markierten es, dann sah ich viele Sprengkörper in der Nähe.»
Das sagt eine junge Ukrainerin, die bei ihrer Arbeit als Minenräumerin ihr Leben riskiert.
«Und mein erster Gedanke war: ‚Ich bin froh, dass wir Fachleute sie zuerst gefunden haben und nicht die Kinder.» Unterstützt werden die ukrainischen Minenräumer:innen auch von der Schweizerischen Stiftung für Minenräumung (SDF).
- Unser SWI-Beitrag zum Internationalen Tags des Minenschutzes.
- Stiftung Digger will Entminungsmaschine an die Ukraine liefern – Bericht unserer News-Agentur.
- Ein Tüftler baut den Minenkiller – Reportage von SWI-Kollege Balz Rigendinger aus unserem Archiv (2017).
Am 18. Juni findet in der Schweiz die Volksabstimmung über die OECD-Mindeststeuer statt. Wir sagen Ihnen, worum es genau geht.
Weltkonzerne, die ihre Gewinne in Steueroasen parkieren – und das völlig legal: Solchen schädlichen Praktiken will die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) den Riegel schieben.
Das mit einer Mindeststeuer von 15% auf dem Konzerngewinn, die im Land fällig ist, wo der Konzern seinen Sitz hat.
Die Schweiz, die der OECD angehört, muss zur Einführung der Mindeststeuer ihre Verfassung anpassen. Und dies ist in der Demokratie Schweiz nur mit dem Segen des Volkes möglich.
- OECD-Mindeststeuer: Darum geht’s bei der Abstimmung – der Explainer von SWI-Kollege Balz Rigendinger.
- Räte einigen sich bei Verfassungsartikel zu OECD-Mindeststeuer – News von Keystone SDA.
- OECD-Mindeststeuer: Herzogs ÜberholmanöverExterner Link – Bericht der linken WochenZeitung (WOZ).
Bad News aus Genf: Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) streicht über 1500 Stellen.
Innert eines Jahres sollen 20 der 350 Standorte der Organisation mit Hauptsitz in Genf schliessen. Wie viele Mitarbeitende ihre Stelle verlieren, gab das IKRK nicht bekannt.
Die Streichung ist Folge des Budgets für die internationale humanitäre Hilfe, die in den nächsten beiden Jahren laut IKRK-Schätzung zurückgehen dürften.
Letzte Woche hatte die Versammlung, das oberste Organ, Kürzungen in Höhe von 430 Millionen Franken für das laufende Jahr und den Beginn von 2024 beschlossen.
- 20 Standorte schliessen: Das IKRK streicht gut 1500 Stellen in den kommenden zwölf MonatenExterner Link – SRF News.
- Shitstorm oder ein diplomatisches Lächeln zu viel in Moskau – Bericht unseres SWI-Korrespondenten aus Genf vom April 2022.
- Wie das IKRK in der Zwischenkriegszeit ein bisschen schweizerischer wurde – Beitrag von 2015 aus dem SWI-Archiv.
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