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IKRK braucht eine Milliarde Franken Spendengelder

IKRK-Direktor Jakob Kellenberger. Keystone

Das Internationale Rote Kreuz (IKRK) hat für das Jahr 2001 ein Budget von rund einer Milliarde Franken veranschlagt. In Genf hat IKRK-Direktor Jakob Kellenberger am Donnerstag (7.12.) die Regierungsvertreter zum Spenden aufgerufen.

Das IKRK wolle auch im nächsten Jahr die ihm zugeteilten Mittel bestmöglich einsetzen, sagte Kellenberger. Der Gesamtbetrag der für 2001 gebrauchten Spendengelder liegt 57 Millionen Franken unter der Summe des Jahres 2000, wie das IKRK mitteilte. Rund 845 Millionen Franken sollen nächstes Jahr für «Feldeinsätze» verwendet werden.

Das IKRK hat weltweit rund 10’000 Angestellte, wovon über 1’100 Delegierte sind. 150 Millionen Franken sind für den IKRK-Hauptsitz in Genf bestimmt.

Grosses Einsatzvolumen in Afrika

Gegenwärtig ist das IKRK an fast 60 Orten in Konfliktsituationen tätig. Über 40 Prozent des Haushalts 2001 ist für Einsätze in Afrika bestimmt, wo gemäss IKRK keine Verbesserung der Lage festgestellt werden kann. Auch im asiatischen und pazifischen Raum haben sich gewisse Konflikte eher verschärft, etwa in Afghanistan, Sri Lanka und in Indonesien.

Auch in Europa gebe es, vor allem in der Region Kaukasus, immer noch Konflikte. Besorgniserregend seien auch die jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten, heisst es weiter.

Als wichtigster Akteur im humanitären Bereich und in der Flüchtlingshilfe wolle das IKRK sein Mandat auch im Jahr 2001 fortsetzen, sagte Kellenberger. Ein weiteres Hauptanliegen sei auch das Umsetzen zusätzlicher konkreter Massnahmen zugunsten der Frauen und Kinder in Situationen bewaffneter Konflikte. Auch die Schutztätigkeit von Gefangenen in Konfliktgebieten solle weiter verstärkt werden.

Hinsichtlich der Wiederherstellung der Familienbande und bei der Suche nach Vermissten werde das IKRK seine Rolle weiter verstärken. Daneben werde sich das IKRK weiterhin bemühen, dass die von einem Konflikt am härtesten betroffene Bevölkerung Zugang zu lebenswichtigen Gütern haben, sagte Kellenberger.

swissinfo und Agenturen

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