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Wird das Geheimnis um den Unspunnenstein gelüftet?

Wenige Tage vor dem Trachten- und Alphirtenfest in Interlaken, vom 26. August bis 3. September, kursieren Gerüchte, wonach der Unspunnenstein wieder zum Vorschein kommen soll. Vor 12 Jahren war das 83,5 kg schwere Symbol des gleichnamigen Festes zum zweiten Mal in seiner Geschichte gestohlen worden. Seither blieb der Stein verschwunden.

Dieser Inhalt wurde am 24. August 2017 - 11:00 publiziert

"Das UnspunnenfestExterner Link ist etwas Einmaliges. Weil alle Brauchtümer des Alpenlands – Jodeln, Volks- oder Blasmusik und Trachtengruppen – vorkommen, treffen Leute friedlich aufeinander, die sonst nicht gemeinsam festen würden", sagt Martin Sebastian, Autor des Buches "Unspunnen".

Hinzu kämen die Sportarten aus dem ursprünglichen Leben der Älpler wie Steinstossen und Schwingen. "Ohne das Unspunnenfest wäre vermutlich viel Brauchtum wie das Alphornblasen verschwunden, ist der Folkloreexperte überzeugt. Das Fest sei heute nicht nur bei Deutschschweizern und Touristen beliebt, sondern werde auch von immer mehr Gästen aus der Romandie (französische Schweiz) besucht.

Raubgut für politische Zwecke

Für medialen Wirbel sorgte 1984 ein Ereignis, durch das der legendäre Stein zum politischen Protestsymbol wurde. Jurassische Separatisten raubten ihn damals aus dem Museum in der Region Interlaken. Sie drohten, den Unspunnenstein nicht mehr zurückzugeben, bis der Jura "frei" sei. 2001 tauchte der Originalstein überraschend wieder auf. Die separatistischen Diebe hatten ihr Emblem und Europa-Sterne eingemeisselt. Aber schon 2005 wurde der Stein aus einer Ausstellung in Interlaken erneut gestohlen und blieb seither verschwunden.

Der Tat verdächtigt wurden wieder Personen im Umfeld jurassischer Separatisten. "Aber im Hintergrund werden seit Jahren auf verschiedenen Ebenen Verhandlungen geführt", weiss Sebastian aufgrund von Gesprächen mit Insidern. "Jetzt tut sich was. Ich vermute, dass der Originalstein noch vor Beginn des Unspunnenfests vom 26. August 2017 erneut zum Vorschein kommen wird."

(Video: SRF/swissinfo.ch; Text: Peter Siegenthaler, swissinfo.ch)

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