Italien verlängert Steueramnestie bis April

Italien hat eine Verlängerung der Steueramnestie beschlossen, um weitere Milliarden Euro an Auslandsvermögen in das Land zurückholen. Das Kabinett habe am Donnerstag ein entsprechendes Dekret verabschiedet, hiess es in Regierungskreisen.

Dieser Inhalt wurde am 17. Dezember 2009 - 16:57 publiziert

Damit bleibe die ursprünglich bis Mitte Dezember geltende Amnestie bis Ende April in Kraft. Mit der Verlängerung werde zugleich die einmalige Strafsteuer auf das zurückgeführte Vermögen von 5 auf 6 Prozent erhöht, hiess es weiter.

Eine mit der Angelegenheit vertraute Person sagte der Nachrichtenagentur Reuters, die Regierung rechne damit, dass weitere rund 30 Mrd. Euro illegal im Ausland geparktes Kapital zurück nach Italien transferiert würden. Dies brächte zusätzliche Steuereinnahmen von rund 1,8 Mrd. Euro.

Während der ursprünglich dreimonatigen Amnestiedauer waren nach Angaben von Finanzminister Giulio Tremonti 80 Mrd. Euro zurück nach Italien geflossen. Dies bescherte dem Staat Steuermehreinnahmen in Höhe von knapp 5 Mrd. Euro.

Italienische Medien sprachen bereits im Vorfeld davon, dass die Amnestie verlängert werde.

Eines der Ziele des "Scudo" war es, den Bankenplatz Lugano trockenzulegen. Gemäss der Tessiner Bankiervereinigung (ABT) hatte die Massnahme spürbare Folgen. Die Rede ist von 30 bis 40 Mrd. Euro, die vom Tessiner Finanzplatz abgezogen wurden.

swissinfo.ch und Agenturen

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