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Königin Elizabeth 1980 bei ihrem Besuch in Genf, wo ihr die Bevölkerung einen warmen Empfang bereitet

Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer

Eigentlich hätte die verstorbene Queen Elizabeth guten Grund gehabt, über die Schweiz not amused zu sein. Aber sie blieb ein grosser Fan des Landes – auch dank einer grossen Liebe, die durch den Magen geht.

Beste Grüsse aus Bern

Königin Elizabeth 1980 bei ihrem Besuch in Genf, wo ihr die Bevölkerung einen warmen Empfang bereitet
Photopress-Archiv

Im Gegensatz zu ihrem Sohn, dem neuen König Charles III., machte The Queen nie in der Schweiz Ferien.

Und ein Vorfall bei ihrem Staatsbesuch 1980 hätte das Verhältnis dauerhaft crashen können: Als sie beim Abschreiten der Ehrengarde der Schweizer Armee etwas die Orientierung verlor, tippte sie der damalige Bundespräsident mit der Hand kurz an, um ihr die richtige Richtung zu weisen.

Hat Georges-André Chevallaz damals nicht gewusst, wen er vor oder neben sich hatte? Jedenfalls ist die Berührung des gekrönten Oberhauptes Grossbrintanniens ein absolutes No-Go. Im Commonwealth seien Köpfe für bedeutend geringere Vergehen gerollt, schrieb eine Westschweizer Zeitschrift.

Die Queen aber liess Gnade walten und blieb eine Freundin des Alpenlandes. Dies wohl auch dank Anton Mosimann, dem legendären Schweizer Cuisinier, der die Königin 40 Jahre lang regelmässig bekochte. 2004 zeigte sich die Queen dem gebürtigen Berner mit dem «Order of the British Empire» (OBE) erkenntlich.

Menschen schwenken Fahnen Brasiliens
Keystone / Antonio Lacerda

In Brasilien sind Wahlen. Aber die Menschen dort freuen sich nicht. Weshalb, sagt eine Forscherin der Uni St. Gallen.

Letícia Vargas Bento doktoriert dort über Investitionen, die nicht kurzfristigen Gewinn für wenige, sondern nachhaltigen Nutzen für viele bringen. Und in ihrer Heimat arbeitete sie für die föderale Regierung des Bundesstaates Minas Gerais.

«Die Menschen sind müde und ausgelaugt… Heute herrscht wieder Armut und Unsicherheit, es gibt Menschen, die Hunger leiden», sagt die junge Forscherin zur Stimmung in ihrer Heimat. Statt Hoffnung und Optimismus macht sie Angst und Misstrauen aus.

Dies habe viel mit Präsident Bolsonaro zu tun, der als Antwort auf die sozialen und inklusiven Programme seiner Vorgänger das Vertrauen in die Demokratie schwäche, wo er nur könne.

Die Wahl des rechtsextremen Ex-Militärs interpretiert Vargas Bento auch als Antwort jener Schichten, die ihre Privilegien durch die linke Regierung von Lula und Nachfolgern gefährdet gesehen hätten.

Reihen von brennenden Kerzen auf dem nächtlichen Bundesplatz in Bern
Keystone / Anthony Anex

Pandemie, war da was? Ja, und immer noch!

Die Zahlen sind höchst beunruhigend: Seit Anfang Jahr sind in der Schweiz schon 3000 Menschen mehr verstorben als im erwarteten statistischen Schnitt.

Zwei Dinge sind es, die an dieser so genannten Übersterblichkeit besonders aufhorchen lassen: erstens die sehr hohe Zahl über Erwarten, zweitens die Jahreszeit. Denn die Spitzen der Übersterblichkeit sind üblicherweise im Winter.

Das habe es so im Sommer in der jüngeren Geschichte nicht gegeben, sagte der Epidemiologe Christian Althaus.

Als Ursachen vermutet er die Kombination von Covid und Sommerhitze.

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Gastgeber/Gastgeberin Alexander Thoele

Sind Sie vor kurzem in die Schweiz gezogen? Und wenn ja, warum?

Seit Anfang 2022 sind über 75’000 Fachkräfte aus Europa zum Arbeiten in die Schweiz gekommen. Gehören Sie auch zu ihnen?

15 Kommentare
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Menschen an der Eröffnung des Schoggi-Museums von Lindt und Sprüngli
Keystone SDA

Zum Schluss noch ein Schuss Tragik-Komik aus der Welt der Schweizer Schokolade.

Lindt & Sprüngli präsentiert sich gerne als erste Adresse, wenn es um Schweizer Schokolade geht. Schoggi-Expert:innen, mich eingeschlossen, haben Zweifel an diesem Claim.

Wie dem auch sei, hier geht’s um das Museum des Zürcher Schokoladenfabrikanten. Dort, «im Schlaraffenland für Schokoladen-Liebhaber», wie es Blick betitelt, kam eine Reinigungskraft in Versuchung.

Ehrlich, ist es nicht irgendwie menschlich-verständlich? Die Frau erlag der omnipräsenten, süssen Versuchung und vergriff sich an Exponaten – sprich: Sie nahm Schokolade aus dem Museum nachhause.

Aber Kameras filmten sie auf frischer Tat und die Frau wurde fristlos entlassen. Dies entspricht durchaus dem Gesetz.

Aber hätte die Firma nicht etwas Milde walten lassen können? Ich hätte die Sünderin verwarnt und zu einem Wiedergutmachungsdienst der süssen Art aufgeboten: Sie hätte in der hauseigenen Produktion jene Menge Schoggi herstellen müssen, die sie mitgehen liess.

Oder CEO Dieter Weisskopf hätte für den entstandenen Schaden geradestehen können – bei einem Jahressalär von 3,8 Mio. Franken wäre das knapp verkraftbar, denke ich.

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