Heute in der Schweiz
Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
Karrieremässig fast ein Sachzwang, persönlich ein Lifestyle: Viele Menschen erfinden sich stets neu. Was aber, wenn sich eine ganze Stadt neu erfinden will? Lugano in der Sonnenstube der Schweiz ist bereit zu einem Experiment.
Beste Grüsse aus Bern, der Sonnenstube nördlich der Alpen
Bankenplatz, das war mal: Jetzt will Lugano zu einem Hotspot Europas für Digitalwährungen werden.
Das Ende des Schweizer Bankgeheimnisses zeigt Folgen: In Lugano wurden in den letzten Jahren im Finanzsektor 3000 Arbeitsplätze gestrichen.
Der neue Masterplan von Stadtpräsident Michele Foletti: Die Stadt am Luganersee soll zum Crypto Valley des Südens werden, das neue Firmen und neue, junge und urbane und kaufkräftige Bewohner:innen anzieht.
Die nicht zuletzt, so die Hoffnung, das Loch von 30 Millionen Franken der weggefallenen Steuereinnahmen stopfen sollen.
Doch wer soll die ambitionierte Neupositionierung bezahlen? Es ist ein Sponsor – ein Kryptounternehmen namens Tether. Überraschung: Die Firma gibt eine eigene Währung gleichen Namens heraus.
Nur: Die Weste des «Heilsbringers» ist nicht blütenrein, wie etwa die Busse von 40 Mio. Dollar zeigt, die ihm die US-Aufsichtsbehörde im letzten Jahr aufbrummte.
- Krypto-Valley im Südkanton. Lugano will zur europäischen Bitcoin-Metropole werdenExterner Link – Bericht von SRF News.
- Krypto-Nation Schweiz trotzt Bitcoin-Absturz – unser Beitrag von August dieses Jahres.
- An der Ukraine Recovery Conference geht’s auch um Demokratie – in Lugano wird ab und an auch internationale Politik gemacht, wie mein Bericht von der Ukraine Recovery Conference von Anfang August zeigt.
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In der Schweiz sterben dieses Jahr deutlich mehr Menschen als in den bisherigen beiden Pandemiejahren.
Das Jahr ist jetzt 41 Wochen alt. In 24 davon starben bei den über 65-Jährigen mehr Menschen als im Schnitt der Vorjahre. Seit September ist die Übersterblichkeit sogar markant höher.
«Solch eine dauerhaft erhöhte Mortalität ist beispiellos, wie die Sterblichkeitsstatistik des Bundesamts für Statistik (BFS) zeigt», heisst es in einem Artikel des Tages-Anzeigers.
Eine mögliche Erklärung: Bei einer aktuellen Infektion mit Covid ist das jetzige Sterberisiko in den ersten 30 Tagen deutlich höher.
Und: Die Spitzen der Covid-Infektionen stimmen mit jenen der Übersterblichkeit überein.
- «Mich überraschen die vielen Todesfälle seit September»Externer Link – Beitrag im Tages-Anzeiger mit mehreren Grafiken (Paywall).
- Mehrfache Corona-Infektionen erhöhen Risiko für Long CovidExterner Link – Bericht von SRF News.
- Long-Covid-Patienten warten auf das Medikament «BC 007» – jetzt redet ein frustrierter ForscherExterner Link – Artikel im Tagblatt.
Der BBC World Service, dieser Leuchtturm in der weltweiten und mehrsprachigen Berichterstattung, steht vor einer Zäsur.
Der Schritt ist für uns bei swissinfo.ch nicht unbekannt: Radio abschalten, Inhalte ab ins Internet.
Genau dies ist die Strategie der BBC, die soeben ihren 100. Geburtstag feiern konnte. Doch die Partystimmung dürfte an der Londoner Themse etwas gedrückt sein.
Wie wir und die meisten der öffentlich-rechtlichen Mediengesellschaften steht auch die BBC unter Spardruck.
Was der Umstieg auf die Digitaltechnologie medial und politisch bedeutet, erklärt die Schweizer Historikerin Raphaëlle Ruppen Coutaz.
- Was hinter den Sparmassnahmen beim BBC World Service steckt – das Interview mit Ruppen Coutaz führte meine Kollegin Sibilla Bondolfi.
- Hundert Jahre BBC – die Gouvernante der Nation feiert ihre grosse Vergangenheit und blickt besorgt in die ZukunftExterner Link – Beitrag der NZZ (Paywall).
- Mutter aller Rundfunkanstalten: Die BBC wird 100Externer Link – Bericht von Nau.ch.
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Zum Schluss liefere ich Ihnen nichts weniger als die perfekte Überleitung ins Wochenende!
Bis 25 Grad: Verrückt, so warm ist es heute lokal in der Schweiz. Noch nie seit Messbeginn 1864 sind für den Oktober solche Temperaturen gemessen worden – Wärmerekord. Ähnliches gilt auch für andere Regionen in Europa.
Der «goldene Oktober» wird gemäss Prognosen bis zum Sonntag anhalten. Das heisst: Warteschlangen vor den Gelaterias, Spiele im Park, volle Parkplätze in den Bergen, Schlussoffensive der Strassen- und Garten-Restaurants.
Geniessen Sie also die Zeit draussen, falls Sie in schweizerischen Gefilden oder ähnlich warmen sind, denn so warm dürfte es nicht so rasch wieder werden, zumindest nicht in unseren alpinen Breitengraden.
- Wärmster Oktober seit Messbeginn geht zu EndeExterner Link – der Abgesang von Nau.ch.
- 20 Grad im Oktober, abgesagte Skirennen – was wird aus diesem Winter? Drei PrognosenExterner Link – Watson.ch.
- OctoberExterner Link – die wunderbar balladeske Hymne der Rockgiganten U2 von anno 1981 auf den zu Ende gehenden Monat.
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