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Mann im schwarzen Anzug am Tisch mit zwei arabischen Scheichs

Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

Besser spät als nie, besagt das Sprichwort. Einsichten können aber auch schlicht zu spät kommen. Wie die von Ex-Fifa-König Joseph Blatter: Die Vergabe der Fussball-WM 2022 nach Katar sei ein Irrtum gewesen.

Beste Grüsse aus Bern

Mann im schwarzen Anzug am Tisch mit zwei arabischen Scheichs
Keystone / Spa / Handout

«Katar ist ein Irrtum. Die Wahl war schlecht», sagt der damalige Fifa-Boss heute.

Die Schlagzeile liess mich aufhorchen. Der Entscheid der unkontrollierten Fussball-Weltregierung anno 2010, die Weltmeisterschaften 2018 und 2022 an Russland respektive an Katar zu vergeben, waren damals für mich ein absurd schlechter Witz.

Was für mich ein Witz war, wurde in den folgenden Jahren für Tausende von asiatischen Arbeitssklaven auf den Baustellen der WM-Stadien tödlicher Ernst.

Blatter also geläutert nach 12 Jahren? Mitnichten! Denn wie begründet er seinen «Sinneswandel»? Katar sei «ein zu kleines Land. Der Fussball und die WM sind dafür zu gross».

Dass er noch ganz der alte Blatter mit dem königlichen Habitus ist, beweisen seine Breitseiten gegen seine einstigen Günstlinge Michel Platini und Gianni Infantino.

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Wie können Sie sich in Geldangelegenheiten Gehör verschaffen?

Haben Sie praktische Erfahrungen mit Bürgerhaushalten und Finanzreferenden? Sollte es mehr oder weniger solcher Möglichkeiten geben?

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weisse Kondensstreifen von Düsenjets am blauen Himmel
Keystone

Wieso stand der Himmel über der Schweiz am 15. Juni des vergangenen Sommers still?

In jener Nacht befand sich der Schweizer Luftraum im Lockdown. Grund war aber nicht die Covid-Pandemie. Sondern ein technisches Versagen bei der Flugsicherung Skyguide.

Das Magazin Republik hat den Schleier über die Ursachen des Not-Aus gelüftet. Was die Journalist:innen herausfanden, dient kaum der Beruhigung.

Die Autor:innen listen fünf technische und politische Mängel auf, die zum «Clear the Sky» geführt hatten.

«Ein Netzwerkcomputer war defekt und leitete den Datenverkehr nicht weiter», steht in Punkt 1. Es hätte genügt, den Computer neu zu starten, statt ihn zu ersetzen.

Ein Software-Update sei zwar bereitgelegen. Doch die Skyguide-Informatiker:innen hätten es nicht aufgespielt – aus Furcht vor Problemen.

Dann doch lieber das Risiko eingehen, den Schweizer Himmel zu schliessen. Was dann auch prompt eintrat.

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Gastgeber/Gastgeberin Sara Ibrahim

Wie sähe eine Welt ohne Atomwaffen aus?

Für die einen ein benötigtes Mittel zur Sicherung von Frieden und Stabilität, für die anderen eine Bedrohung für die Menschheit. Was ist Ihre Meinung?

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vier rauchende Schornsteine mit grossen Wolkenfahnen
AFP

Die Schweiz als grosses Thema in der «New York Times»? Gibt’s Lob oder Tadel?

Letzteres. Denn die Art und Weise, wie die Schweiz ihre Klimaziele erreichen will, stossen dem renommierten US-Medium sauer auf.

Die Schweiz, so die NYT, bezahle arme Länder, damit diese ihren Ausstoss an Treibhausgasen reduzierten – eine Reduktion, welche die Schweiz dann für die eigene Klima-Kasse verbuche.

«Es ist eine Möglichkeit, die Verantwortung für die Emissionsreduzierung abzugeben», wird im Beitrag der ehemalige UNO-Botschafter des kleinen Inselstaats Dominica zitiert.

Fakt ist: Aus eigener Kraft erreicht die Schweiz ihre gesteckten Klimaziele nicht. Dazu fehlt der notwendige politische Wille. Das steht nicht in der New York Times, sondern das sage ich.

Studierende in Lesesaal von oben aufgenommen
© Keystone / Christian Beutler

Junge Auslandschweizer:innen kommen «heim», um hier zu studieren.

Die Schweiz geniesst international einen sehr guten Ruf. Dies auch wegen ihres Bildungssystems. Was also für die jungen Bildungshungrigen aus dem Ausland nach einem Traum tönt, kann schnell mal zum Hindernislauf werden.

Der Gründe gibt es viele, wie meine Kollegin Emilie Ridard in ihrem informativen Beitrag auflistet. Eine Auswahl: die verschiedenen Bildungssysteme der Kantone mit verschiedenen Aufnahmekriterien, die Anrechnung von Kursen und Anerkennung von Diplomen, Wechsel der Ausbildungsrichtung oder Institution.

Dazu kommen die generellen Hürden, besonders das teure Leben, angefangen bei den Lebensmitteln, der Miete, Versicherungen, Freizeit.

Je besser die Abklärungen, desto geringer ist das Risiko von Problemen und Enttäuschungen, lautet also die Pflichtaufgabe für jene, die in der Schweiz eine Ausbildung machen wollen.

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