Bundespräsident Ogi fordert von eigener Partei eine klare Abgrenzung gegen Rechtsextreme
Adolf Ogi fordert von der SVP, dass sie sich klar gegen Rechtsextreme abgrenzt. Mit deutlichen Worten habe er dies Parteipräsident Ueli Maurer in einem Brief geschrieben, sagte VBS-Sprecher Oswald Sigg zu einem Bericht im "Sonntags-Blick".
Bundespräsident Ogi habe Bedenken, ob man in der Schweizerischen Volkspartei, SVP, genügend klar gegen Rechtsextreme vorgehe, sagte der Sprecher des Eidg. Departementes für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS). Dieses Problem sei schon immer Ogis Sorge gewesen. Sigg erinnerte an den Vorschlag von SVP-Bundesrat Ogi, die Mitgliederkartei nach Rechtsextremen zu überprüfen.
Ogi hatte den Brief Anfang letzter Woche abgeschickt. SVP-Präsident Ueli Maurer wollte auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda dazu nicht Stellung nehmen, weder ob er den Brief erhalten habe, noch ob er dem Bundespräsidenten eine Antwort schreiben werde.
Vergangene Woche hatte sich Ogi bereits kritisch über seine Partei geäussert. «Die Volkspartei muss sich auch langsam fragen, ob sie überhaupt noch das Volk, das gesamte Volk vertritt», sagte er in einem Zeitungsinterview zur Abstimmungsniederlage der SVP bei der 18-Prozent-Initiative.
swissinfo und Agenturen
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