Bundespräsident Ogi plädiert für weltoffene Schweiz
Der Schweizer Bundespräsident Adolf Ogi hat sich am Samstag (15.07.) bei einer vorgezogenen Bundesfeier für die Schweizer Kolonie in London für eine moderne und weltoffene Schweizer Aussenpolitik ausgesprochen.
In seiner Rede vor den in Grossbritannien lebenden Schweizerinnen und Schweizern beschwor Ogi die Werte der Schweiz wie Demokratie, Föderalismus und Subsidiarität. Dabei ging er auch – ohne Namen zu nennen – auf die Differenzen mit seiner Partei, der Schweizerischen Volkspartei (SVP), ein.
Der Schweizer Bundespräsident sprach sich für eine offene Debatte aus; dies sei das Lebenselixier für die Demokratie. Er respektiere andere Auffassungen zur Aussenpolitik und Neutralität. Wer eine andere Meinung vertrete, dürfe nicht als unpatriotisch verurteilt werden, sagte Ogi an die Adresse seiner Kontrahenten.
Die Schweizer Aussenpolitik steht für den Bundespräsidenten auf den Pfeilern Offenheit und Bewahrung der Identität. Das eine schliesse dabei das andere nicht aus, erklärte Ogi. In diesem Sinne sprach er sich auch für einen UNO-Beitritt bis 2002 aus. Beobachter sein und Beiträge zu zahlen sei zwar gut, nicht aber genügend.
Bundespräsident Ogi wird Montag (17.07.) mit dem britischen Premier Tony Blair zusammentreffen. Beim Gespräch in der Downing-Street sollen nach Angaben des Departementes für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) die Beziehungen zwischen den beiden Ländern, die Ratifizierung der bilateralen Verträge, die Sicherheitspolitik sowie die Lage auf dem Balkan angesprochen werden.
swissinfo und Agenturen
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