Bundesrat Deiss wirbt für UNO-Beitritt
Beim eidgenössischen Hornusserfest in Frauenfeld hat am Sonntag (20.08.) Bundesrat Joseph Deiss für den Beitritt der Schweiz zur UNO geworben. Er verglich die Schweiz mit dem Hornussen: Es gehe darum, Tradition und Neues erfolgreich zu verbinden.
Wandel und Wechsel prägten unsere Welt, sagte Deiss laut Redemanuskript beim Festakt des Hornusserfests. Diese hätten auch nicht vor dem Hornussen Halt gemacht, das Tradition und Neues so verbinde, dass es an Ausstrahlung gewinne.
Die Hornusser hätten, um die Tradition bewahren zu können, den Eschenstecken längst durch einen aus Fiberglas oder Carbonfasern ersetzt. Einzelne Hornussergesellschaften untermalten ihre Webpages mit Beatles-Musik – all das tue der Traditon keinen Abbruch. Im Gegenteil: Das Hornussen gewinne an Ausstrahlung.
So, wie die Hornusser Tradition und Moderne verbänden, tue das die ganze Schweiz sehr erfolgreich auch. Diese Haltung sei Teil des Wandels, der aus einer Schweiz, aus der Menschen aus Not auswandern mussten, eine reiche Wirtschaftsnation gemacht habe.
Hilfe leisten
In Notzeiten habe die Schweiz Hilfe von aussen gebraucht, um ihre Chance wahrnehmen zu können. Heute müsse die Schweiz selbst Notleidenden Hilfe bieten, damit diese ihre Chance wahrnehmen könnten.
Dies könne sie am besten innerhalb der UNO – vor allem, weil sie in diesem Verband keine ihrer erfolgreichen Traditionen aufgeben müsse. Sie könne unabhängig, souverän und neutral bleiben. Sie könne auch nie dazu gezwungen werden, Truppen für Friedensmissionen zur Verfügung zu stellen.
Solche Argumente könne man leicht abtun, dazu brauche man nicht einmal eine Schindel, sagte Deiss vor den Hornussern. Und im Bild des Hornssens bleibend, verglich er die Landesregierung mit den Abtuern im Ries, die «nach vorne blicken und möglichst frühzeitig erkennen, was auf uns zukommt».
swissinfo und Agenturen
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