IKRK wertet erste Besuche bei tschetschenischen Gefangenen positiv
Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) hat vor ein paar Tagen im Nordkaukasus erstmals Besuche bei tschetschenischen Gefangenen machen können. Die humanitäre Organisation mit Sitz in Genf zeigte sich über diesen Einsatz zufrieden.
Eine erste Besuchsreihe im Gefängnis in Pyatigorsk in der Region von Stawropol sei zufriedenstellend verlaufen, erklärte das IKRK auf Anfrage von Schweizer Radio International. Noch in dieser Woche werde ein IKRK-Team weitere tschetschenische Gefangene in Stawropol besuchen, die sich dort in Spitalpflege befänden.
Die bisherigen Besuche fanden gemäss den Kriterien des IKRK statt – unter anderem ohne Beisein von Zeugen. Das IKRK wollte keine Angaben darüber machen, wieviele tschetschenische Gefangene bisher besucht worden sind. Das IKRK hatte vor einer Woche mit den ersten Besuchen begonnen.
Wegen den strengen Sicherheitsauflagen seien vorerst keine Gefangenenbesuche in Tschetschenien selber geplant, erklärte das IKRK weiter.
Das IKRK hatte die Besuche seit Ende März vorbereitet, nachdem der russische Präsident Wladimir Putin IKRK-Präsident Jakob Kellenberger grünes Licht für diese gegeben hatte. Für die Gefangenenbesuche stellte das IKRK ein fünfköpfiges Team zusammen. Zwei weitere Delegierte würden die Equipe in dieser Woche verstärken, sagte der IKRK-Sprecher.
Das IKRK erhielt die Zusicherung, dass seine Delegierten alle Haftanstalten in Tschetschenien, im Süden Russlands und in Moskau besuchen können.
Philippe Nicolet
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