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Management-Symposium St. Gallen eröffnet

Bundesrat Moritz Leuenberger hat am Donnerstag (25.05.) das 30. Management-Symposium St. Gallen eröffnet. Leuenberger sprach zum Auftakt der dreitägigen Grossveranstaltung von der Kunst, in Wirtschaft und Politik die richtigen Tempi zu finden.

Es gebe keine allgemein gültigen Geschwindigkeitsregeln für gesellschaftliche Prozesse, sie müssten vielmehr in jedem einzelnen Fall gefunden werden, sagte Bundesrat Leuenberger in seinem philosophischen Exkurs.

Allerdings gebe es eine “kategorische Tempolimite”, die Geschwindigkeitsgrenze der Menschlichkeit, die für jede Strukturänderung gelte, in der Politik ebenso wie etwa bei den Strukturbereinigungen durch den IWF.

Nicht selten sei in Wirtschaft und Politik eine Tempodrosselung zur Vermeidung von Opfern nötig, sagte Leuenberger und erinnerte unter anderem an die Liberalisierungprozesse bei Bahn, Post, Telekommunikation und Strommarkt in der Schweiz.

Die Grenzen der Beschleunigung illustrierte der Energieminister auch mit den bilateralen Abkommen mit der EU, die nach dem EWR-Nein nach zähen Verhandlungen möglich geworden seien. Solche Prozesse könnten aus Gründen der innenpolitischen Akzeptanz nicht beliebig beschleunigt werden. “Genau gleich werden wir auch für den Beitritt in die EU Zeit benötigen”, sagte Leuenberger und zitierte Shakespeare: “Wer eilig geht, der fällt.”

Das Management-Symposium auf dem Campus der Unversität St. Gallen soll auch dieses Jahr einen angeregten Gedankenaustausch ermöglichen, wie die Organisatoren mitteilten. Bis zum Samstag (27.05.) stehen Plenarreferate, Podiumsdiskussionen, Special Sessions sowie Begegnungen im kleinsten Kreis auf dem Programm.

Auf der hochkarätigen Gästeliste stehen dieses Jahr unter anderem der ehemalige IWF-Generaldirektor Michel Camdessus, der DaimlerChrysler-Vorstandsvorsitzende Jürgen Schrempp, Melinda Gates von der Bill and Melinda Gates Foundation, Michael Dell, Vorstandsvorsitzender von Dell Computer Corp., sowie Chefredaktoren verschiedener Medienkonzerne, darunter “Newsweek”, “New York Times” und “Die Zeit”.

Im direkten Kontakt sollen neue Perspektiven aufgezeigt und Anstösse zu konkretem Handeln vermittelt werden.

Das Symposium wird jeweils während eines Jahres in ehrenamtlicher Arbeit von Studenten organisiert. 25 Studierende aus zehn Nationen an den Universitäten St. Gallen und Harvard bilden das Organisationskomitee ISC (International Student’s Committee).

Die Qualifikation der 250 studentischen Bewerber erfolgt seit 1989 über den internationalen Studentenwettbewerb für den “Wings of Excellence ISC Award”, der als grösster Studentenwettbewerb seiner Art weltweit ausgeschrieben wird.

swissinfo und Agenturen

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