Nationales Ausländerforum geplant
Verläuft alles wie geplant, steht der Gründung eines nationalen Ausländerforums am 11. November nichts mehr im Weg. Damit dürfte die Krise um die Eidgenössische Ausländerkommission (EAK) ihr Ende finden.
Die Gründung eines Forums war vom EAK-Präsidium als Alternative zu einem Delegierten für Ausländerintegration vorgeschlagen worden. Am Mittwoch (20.09.) stimmten nun die seinerzeit aus der EAK ausgetretenen Vertreter der Ausländergemeinschaften dem Vorschlag grundsätzlich zu, wie der italienische Repräsentant Claudio Micheloni auf Anfrage sagte.
Projekt in Ausarbeitung
Über eine Rückkehr der «Dissidenten» in die EAK wurde nicht diskutiert, zumal sich die Frage beim Zustandekommen des Forums möglicherweise erübrigen oder anders stellen werde, wie Micheloni erläuterte. Vielmehr sei eine Arbeitsgruppe damit beauftragt worden, bis zur nächsten Sitzung am 12. Oktober ein konkretes Forum-Projekt auszuarbeiten.
Um die Finanzierung dieser «Nationalversammlung» der ausländischen Mitbürger für nächstes Jahr sicherzustellen, muss das Projekt spätestens bis Anfang November der EAK unterbreitet werden, wie Denis Torche, Zentralsekretär des Christlichnationalen Gewerkschaftsbundes (CNG), auf Anfrage ergänzte.
Breite Vertretung
In der Schweiz leben derzeit Angehörige von 197 Nationen. Das Forum soll diese Menschen möglichst breit vertreten. Im Forum sollen neben Ausländern auch Gewerkschaften, Kirchen und andere regierungsunabhängige Organisationen, «die am gleichen Strick ziehen», vertreten sein.
Die Form der Zusammenarbeit mit der EAK sowie weitere Details müssen noch ausgearbeitet werden, wie Micheloni weiter sagte. Verläuft alles nach Plan, dürfte es nach seinen Worten am 11. November zur feierlichen Gründung des Forums kommen.
Anfang Jahr war fast die Hälfte der EAK-Mitglieder – darunter der damalige Präsident Fulvio Caccia sowie alle Vertreter der Ausländer-Gemeinschaften – aus der EAK ausgetreten, weil deren Sekretariat dem Bundesamt für Ausländerfragen angegliedert worden war.
swissinfo und Agenturen
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