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Offiziere wollen sich stärker in Debatte über Armeereform einschalten

Die Schweizerische Offiziersgesellschaft (SOG) steht klar hinter einer raschen Neustrukturierung, Verkleinerung und Modernisierung der Armee. Sie will sich aber verstärkt in die Diskussion über die Armeereform einschalten.

Die Debatte zur Armee XXI drehe sich noch viel zu sehr um quantitative Grössen wie die Bestände. Damit erwecke der Reformprozess in der Öffentlichkeit zeitweise den Eindruck eines Rückzugsgefechts, sagte SOG-Zentralpräsident Ulrich Siegrist am Samstag (17.06.) vor rund 70 Delegierten und ebensovielen Gästen in Freiburg.

Bei manchen herrsche der Eindruck, die Armeereform werde als reine Abspeckübung betrieben, bei der es je nach politischer Tagesform etwas mehr oder auch weniger sein könne. Dabei müsse die zentrale Frage lauten, welches Leistungsprofil an die Armee sich aus dem wachsenden Gefahrenspektrum ergebe.

Grundsätzlich für die Marschrichtung der Regierung

Die Delegierten der SOG sprachen sich in Freiburg im Sinne der Regierung für eine rasche Neustrukturierung, Verkleinerung und Modernisierung der Armee aus. Dies bei einer gleichbleibenden Ausbildungsdauer von 300 Tagen. Die Armeebestände waren kein Thema.

Die SOG forderte aber die verstärkte Diskussion möglicher Varianten. Die am 31. Mai von der Landesregierung verabschiedeten politischen Leitlinien, die bezüglich Aktiv- und Reservebestand sowie Dienstdauer Varianten vom Verteidigungsdepartement (VBS) verlangen, betrachtet die SOG deshalb als sinnvolle Ausgangslage.

Auf die Verabschiedung einer vorbereiteten Resolution zur Armee XXI wurde verzichtet, weil diese laut Siegrist keine neuen Elemente gegenüber früheren, unbestrittenen Stellungnahmen enthielt.

Um auf die Meinungsbildung verstärkt Einfluss zu nehmen, setzt die SOG nächstens fünf Arbeitsgruppen ein. Zudem plant sie eine ausserordentliche Delegiertenversammlung auf Frühjahr 2001, bei der die Stellungnahme zur Armee XXI beraten werden soll.

swissinfo und Agenturen

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