Sicherheitspolitik im Zentrum von Ogis Polen- Besuch
Bundespräsident Adolf Ogi hat am Dienstag (08.08.) anlässlich seines Polenbesuchs mit dem polnischen Staatspräsidenten Aleksander Kwasniewski über die bilateralen Beziehungen, sicherheitspolitische Fragen und die europäische Integration gesprochen.
Bei diesem ersten Besuch eines Schweizer Bundespräsidenten in Polen, der in Kwasniewskis Sommerresidenz auf der Halbinsel Jurata stattfand, betonte Ogi, Polen geniesse in der Schweiz hohes Ansehen.
Wie das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) mitteilte, unterstrichen die beiden Präsidenten die hervorragenden bilateralen Beziehungen zwischen den beiden Ländern.
In Bezug auf die Sicherheitspolitik der beiden Länder wurden die ersten Erfahrungen Polens als junges Mitglied der Nato und auch die Erfahrungen der neutralen Schweiz als Mitglied des Partnerschaft- für- den- Frieden- Programms ausgetauscht.
Gemäss VBS- Sprecher Oswald Sigg lud Ogi Polen ein, am Sicherheitspolitischen Zentrum in Genf, dem Zentrum für demokratische Kontrolle für Streitkräfte, mitzumachen. Beide Seiten stellten fest, dass man über verschiedene gemeinsame sicherheitspolitische Engagements auf den Friedensbaustellen Bosnien und Kosovo verfüge.
Im Zusammenahng mit der Lage auf dem Balkan erinnerten die beiden Präsidenten daran, dass ganz Europa und damit auch Polen und die Schweiz für die Errichtung von Stabilität und Sicherheit verantwortlich seinen.
Weiter würdigte Ogi den erfolgreichen Beitrag Polens zur Entwicklung des Baltikums. Polen nehme aus Schweizer Sicht eine bedeutsame Brückenfunktion zwischen Europa und Russland ein.
Der Schweizer Bundespräsident war am Montagnachmittag in Danzig eingetroffen und am Abend auf dessen Sommerresidenz empfangen worden. Am Dienstagmorgen fand die offizielle Gesprächsrunde statt. Abgeschlossen wurde der Besuch mit einer Bootsfahrt in der Danziger Bucht und einem gemeinsamen Mittagessen.
swissinfo und Agenturen
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