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Staatsbesuch von Bundespräsident Rau in der Schweiz

Johannes Rau, aufgenommen während seiner "Berliner Rede" am 12. Mai 2000 in Berlin. Keystone

Ein Jahr nach seiner Wahl zum deutschen Bundespräsidenten stattet Johannes Rau ab Mittwoch (17.05.) der Schweiz einen dreitägigen Staatsbesuch ab. Das Besuchsprogramm umfasst politische Gespräche in Bern und Abstecher in die Kantone Jura und Tessin.

Die Visite des 69-jährigen Rau ist bereits sein dritter Besuch in der Schweiz innerhalb von etwas mehr als einem Jahr.

Anfang März 1999 war Rau auf Einladung einer Parlamentariergruppe noch als Kandidat der Sozialdemokraten (SPD) für die Nachfolge von Roman Herzog zu Gast in der Schweiz. «Besser ist es gar nicht vorstellbar», sagte er damals zu den Beziehungen zwischen Deutschland und der Schweiz. Zwei Monate später wurde der langjährige Ministerpräsident Nordrhein-Westfalens zum neuen Bundespräsidenten gewählt.

Als Bundespräsident hielt sich Rau Ende Januar 2000 dann am Weltwirtschaftsforum in Davos auf. Nun empfängt ihn die Schweiz ab diesem Mittwoch zu einem dreitägigen Staatsbesuch.

Zum Auftakt der Visite werden Rau und seine Gattin sowie die deutsche Delegation am Flughafen Zürich-Kloten von Bundesräsident Adolf Ogi, Aussenminister Joseph Deiss und Bundeskanzlerin Annemarie Huber-Hotz empfangen.

Politische Gespräche in Bern

In Bern ist es dann nach einer militärischen Ehrenbezeugung der Gesamtbundesrat, welcher das deutsche Staatsoberhaupt auf dem Bundesplatz begrüsst. Im Verlaufe des Nachmittags stehen politische Gespräche der beiden Delegationen auf dem Programm.

Bei diesen offiziellen Gesprächen werden die bilateralen Beziehungen zum wichtigsten Handelspartner der Schweiz, der Dialog der Kulturen und Europa erörtert. Dies gab das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) im Vorfeld der Visite bekannt.

Besuch im Jura

Nächste Station des Besuchs von Bundespräsident Rau wird der Kanton Jura sein. Der jurassische Regierungsrat lädt die zwei Delegationen am Donnerstag (18.05.) auf das Schloss Pruntrut (Porrentruy) ein. Zuvor besichtigen sie noch die «Ecole d’horlogerie et de microtechnique» und das Archiv der Basler Fürstbischöfe in Pruntrut.

Abschluss im Tessin

In der Sonnenstube der Schweiz – im Tessin – wird der Tross am Freitag (19.05.) seinen letzten Halt einlegen. Nach dem Empfang durch kantonale und lokale Behörden ist die Besichtigung des Hermann-Hesse-Museums in Montagnola und der Kirchner-Ausstellung in Lugano vorgesehen.

Nach einem offiziellen Empfang im Rathaus durch den Stadtrat von Lugano steht anschliessend eine Rundfahrt auf dem Luganersee auf dem Programm. Am Nachmittag wird der deutsche Bundespräsident in Lugano-Agno schliesslich mit militärischen Ehren offiziell verabschiedet werden.

Staatsbesuch mit Tradition

Der Staatsbesuch des achten deutschen Bundespräsidenten folgt einer Tradition. Seit Bestehen der Bundesrepublik haben alle deutschen Staatsoberhäupter die Schweiz besucht. Raus Vorgänger Herzog war 1995 auf Staatsbesuch in der Schweiz.

Auch im Jahr 2000 zwei Staatsbesuche

Die Schweizer Regierung, der Bundesrat, wird auch in diesem Jahr aller Voraussicht nach zu einem zweiten Staatsbesuch laden. Der Gast steht laut dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) aber noch nicht definitiv fest.

Bereits 1999 wurde mit der Tradition gebrochen, jährlich nur einem Staatsoberhaupt diese Ehre zuteil werden lassen. Die Präsidenten Chinas und Portugals, Jiang Zemin und Jorge Sampaio, waren deshalb im gleichen Jahr Gast des Gesamtbundesrats.

swissinfo und Agenturen

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