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Staatsbesuch von Johannes Rau mit Besuch im Tessin abgeschlossen

Der deutsche Bundespräsident Johannes Rau hat am letzten Tag seines dreitägigen Staatsbesuchs in der Schweiz dem Tessin seine Aufwartung gemacht. Der Aufenthalt am Freitag (19.05.) in der Südschweiz war vor allem der Kultur gewidmet.

Bei strahlendem Wetter landeten Bundespräsident Rau und seine Frau Christina am Vormittag auf dem Flugplatz Lugano-Agno, wo sie vom Tessiner Regierungspräsidenten Giuseppe Buffi sowie weiteren kantonalen und lokalen Behördenvertretern empfangen wurden.

Anschliessend besichtigten Rau und seine Frau das Hermann-Hesse-Museum in Montagnola und die Ernst-Ludwig-Kirchner-Ausstellung im Museo d’Arte Moderna von Lugano.

Nach einem Empfang mit Aperitiv durch den Stadtrat von Lugano im Rathaus, wo ein Männerchor dem deutschen Bundespräsidenten Berglieder darbot, stand eine Rundfahrt auf dem Luganersee auf dem Programm.

Vor dem Schiffssteg demontrierte eine Handvoll Gegner der bilateralen Abkommen und forderte auf einem Plakat ein Nein zu den Verträgen mit der EU.

«Die Präsenz des deutschen Staatsoberhauptes im italienischsprachigen Tessin – nach dem frankophonen Jura (Donnerstag 18.05.) – symbolisiert, dass Deutschland allen Schweizerinnen und Schweizern zugewandt ist, unabhängig von ihrer Sprache und Kultur», sagte Rau in seiner Ansprache anlässlich des Mittagessens mit der Tessiner Kantonsregierung.

Die anstehende Abstimmung in der Schweiz über die bilateralen Vertrage mit der EU (Sonntag, 21.05.) ansprechend sagte Rau: «Ich höre, dass hier im Südkanton viele Menschen den Abkommen skeptisch gegenüber eingestellt sind».

Ohne dass er die Abstimmung inhaltlich kommentieren wollte, wies er darauf hin, dass die sieben Abkommen die wichtigsten Wirtschaftsverträge seien, die die Schweiz in den letzten Jahren mit dem Ausland abgeschlossen habe.

Die Beziehungen zwischen der Schweiz und ihre europäischen Partnern erhielten damit eine neue Qualität. «Das wichtigste an diesen Verträgen ist, dass sie insbedondere den jungen Schweizerinnen und Schweizern neue Perspektiven eröffnen», fügte Rau hinzu.

Die offizielle Verabschiedung von Johannes Rau mit militärischen Ehren fand am Nachmittag auf dem Flugplatz Lugano-Agno statt.

swissinfo und Agenturen

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