Swisscoy und DEZA bauen Brücken im Kosovo
Die Schweiz ist aktiv an einem Wiederaufbauprojekt im Kosovo beteiligt. Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) und die Schweizer KFOR-Kompagnie Swisscoy haben nahe der Provinzhauptstadt Pristina mit dem Bau einer Brücke begonnen.
Seit einigen Tagen arbeiten rund 25 Swisscoy- Soldaten an der 35 Meter langen Brückenkonstruktion, wie die DEZA und Swisscoy bekanntgaben. Federführung und Finanzierung des bisher einmaligen Projektes, das rund 120’000 Franken kostet, liegen bei der DEZA.
In Zusammenarbeit mit einem französischen Genie-Bataillon und der Kosovo-UNO-Übergangsverwaltung soll der lokalen Zivilbevölkerung rund 25 Kilometer nordwestlich der Provinzhaupstadt Pristina das Überqueren des Flusses Sitnica ermöglicht werden. Die nächste Brücke liegt derzeit rund fünf Kilometer entfernt.
Momentan wird in Bière (VD) das dritte Swisscoy-Kontingent für seinen Einsatz im Kosovo ausgebildet. Das Kommando über dieses Kontingent übernehmen Oberstleutnant Rolf Sainsbury und Major Robert Tischhauser.
Das Swisscoy-Engagement wurde vom Bundesrat bis Ende 2000 befristet. Der Entscheid über eine allfällige Verlängerung steht noch aus.
Die Swisscoy ist ein mehrheitlich unbewaffneter Logistikverband für das österreichische KFOR-Bataillon (AUCON). Die Schweizer Dienstkompanie unterstützt AUCON hauptsächlich in den Bereichen Transport, Trinkwasseraufbereitung, Treibstoffe und zivilmilitärischer Zusammenarbeit zu Gunsten internationaler Organisationen.
SRI und Agenturen
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