Umfrage ergibt sinkende Zustimmung zu den Bilateralen
Zwei Wochen vor der eidgenössischen Abstimmung über die bilateralen Abkommen nimmt die Zustimmung der Schweizer Stimmberechtigten laut einer Umfrage des Schweizer Fernsehens DRS ab. In der Deutschschweiz sank der Ja-Stimmenanteil am stärksten.
63 Prozent der Personen, die an der Abstimmung teilnehmen wollen, würden zum jetzigen Zeitpunkt den Vorlagen «bestimmt oder eher» zustimmen. 24 Prozent hätten bestimmt oder eher ein Nein in die Urne gelegt. 13 Prozent haben noch keine Meinung.
Im Vergleich zur ersten Befragung vom Schweizer Fernsehen vor drei Wochen nahm damit die Zahl der Stimmberechtigten, die bestimmt oder eher dafür sind, um neun Prozent ab, während die Zahl der Stimmberechtigten, die bestimmt oder eher dagegen stimmen, um neun Prozent stieg. Laut Mitteilung blieb die Zahl der Unentschiedenen gleich.
Einen eigentlichen Umschwung sei bei den SVP-Wählerinnen und Wählern festgestellt worden. Die Gegnerschaft stieg von 36 auf 63 Prozent an, die Befürwortung dagegen sank von 48 auf 22 Prozent.
Markante Unterschiede gibt es weiterhin zwischen den Regionen. In der deutschsprachigen Schweiz nahm der Ja-Stimmenanteil am stärksten ab. 59 Prozent (-13 Prozent) sind bestimmt oder eher dafür und 27 Prozent ( 13 Prozent) bestimmt oder eher dagegen.
Gewachsen ist auch die Opposition auf dem Land, wo noch 57 Prozent (-11 Prozent) bestimmt oder eher dafür sind, während 28 Prozent ( 11 Prozent) bestimmt oder eher gegen die bilateralen Abkommen sind. Im Tessin nahm die Verunsicherung laut Umfrage zu: 40 Prozent (-9 Prozent) sind bestimmt oder eher dafür und 38 Prozent (-1 Prozent) bestimmt oder eher dagegen.
Praktisch gleich blieben die Mehrheitsverhältnisse in der Westschweiz, wo 80 Prozent bestimmt oder eher dafür und zehn Prozent bestimmt oder eher dagegen sind. Die SF-DRS-Befragung wurde vom GfS-Forschungsinstitut bei 1199 Stimmberechtigten in der ganzen Schweiz durchgeführt.
swissinfo und Agenturen
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