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Vor hundert Jahren erhielt die Schweizer Armee ihr erstes «Luftschiff»

Am Dienstag (25.07.) vor hundert Jahren lernte die Schweizer Armee das Fliegen. Am 25. Juli 1900 rückten 100 Mann, 66 Pferde und 14 Fuhrwerke zur ersten Luftschiffer- RS in Bern ein. Ein Franzose brachte ihnen die Flugkunst bei.

Der Startschuss zur Militärfliegerei war 1891 gefallen, wie das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) am Montag mitteilte. Damals nahm der Generalstab die Anschaffung eines Fesselballons als Ergänzung zur Aufklärung durch die Artillerie in Angriff.

Der Bundesrat beantragte am 24. Mai 1897 die Bildung einer Luftschifferkompagnie. Er war überzeugt, «dass unsere Armee das mächtige Kriegsmittel des Fesselballons nicht länger entbehren darf». Im Dezember 1897 schufen die Räte die rechtliche Grundlage zur Bilduing der Kompagnie.

Armee-Ballon reisst aus

Im September 1898 wurden in Bern die ersten freiwilligen Luftschiffer ausgehoben. Im Beundenfeld stellte die Stadt Bern kostenlos Baufläche für eine Ballonhalle und Ähnliches zur Verfügung. Am 3. August 1900 stieg an einem Fesselseil erstmals ein Ballon über den Exerzierplatz auf.

Einige Tage später riss sich der Ballon bei einer Übung ohne Korb los. Nach tagelanger Suche fanden ihn die Ballonsoldaten zerrissen auf dem Bantiger. 14 Tage flickten sie und nannten den Ausreisser fortan «Vagabund», wie der VBS-Mitteilung zu entnehmen ist.

Mit dem Aufkommen der militärischen Motorfliegerei hatte den sogenannten «Ballönlern» die Stunde geschlagen. Nach Angaben des VBS stellte die Ballonkompagnie ab 1914 für die Fliegertruppe die Wacht- und Bedienungsmannschaft. Ihr Kommandant, Major Emil Messner, wurde der erste Beobachtungsoffizier der Fliegertruppe.

swissinfo und Agenturen

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