Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer
Auf dem Rennrad sah ich gestern aus der Ferne das Atomkraftwerk Mühleberg, das 2019 vom Netz genommen wurde. Könnte es angesichts eines möglichen Stromlochs wieder hochgefahren werden, fragte ich mich. Schon heute habe ich die Antwort erhalten.
Beste Grüsse aus Bern
Wie einen möglichen Stromengpass abwenden? Der Bund denkt jetzt an Gas- und Ölkraftwerke.
Wie auch immer: Es muss alles schnell gehen.
Das AKW Mühleberg jedenfalls kann nicht wieder hochgefahren werden. Es hatte bis vor drei Jahren rund fünf Prozent des in der Schweiz verbrauchten Stroms produziert.
Suzanne Thoma, damalige Chefin der Betreibergesellschaft BKW, hielt nun an einem Auftritt fest, dass auch die sich zuspitzende Energiekrise kein Grund wäre, das Werk noch länger laufen zu lassen.
Der Entscheid von 2013 zum Aus des AKW sei ein rein unternehmerischer gewesen, sagte sie. Die Produktion hätte schlicht nicht mehr rentiert. Die Akte Mühleberg ist also definitiv geschlossen.
- Warum das AKW Mühleberg trotz Energiekrise abgestellt worden wäreExterner Link – Bericht im Tages-Anzeiger.
- Initiative für neue Atomkraftwerke wird lanciertExterner Link – Bürgerliche Kreise wollen das Verbot des Baus neuer AKW, 2017 vom Volk beschlossen, kippen.
- Ein halbes Jahrhundert Atomenergie in der Schweiz – swissinfo.ch-Bildergalerie von 2016.
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Photovoltaik, lautet eine der Antworten auf eine mögliche Stromlücke.
Aber Achtung, Solarpanels aufstellen ist eine Sache. Umwelt- und Naturschutz eine andere.
Auch der Umwelt- und Energiekommission des Ständerats des Schweizer Parlaments ist klar: Es eilt! Ein dringliches Gesetz soll die Rahmenbedingungen erleichtern. Ziel: Der rasche Bau von Photovoltaik-Anlagen auf Gebäuden, Infrastrukturen und auf freien Flächen.
Dabei haben die Politiker:innen vor allem ein Gebiet vor Augen: die Alpen. Kein Wunder also, wenn die Reaktionen von Seiten der Landschaftsschützer:innen geharnischt ausfallen.
«Es kann doch nicht sein, dass man hier die gesamte Rechtsordnung ausser Kraft setzt», sagt Raimund Rodewald, Geschäftsführer der Stiftung Landschaftsschutz.
- Viel Rückenwind für grosse Photovoltaik-Anlagen in den AlpenExterner Link – Bericht von SRF News.
- Grosses Potenzial in der SolarstromproduktionExterner Link – Naturschutz Schweiz setzt auf Anlagen Entlang von Strassen, Autobahnen etc. statt auf Standorte in den Bergen.
- PhotovoltaikExterner Link – Dossier des Branchenverbands Swissolar.
Sind wir Zeugen eines Trauerspiels der ganz diskreten Art? Es geht um einen UNO-Bericht über das Schicksal der Uigur:innen in China.
Sie hatte wahrlich alle Hände voll zu tun: Michelle Bachelet, UNO-Hochkommissarin für Menschenrechte. Doch jetzt, wo sie abtritt, riskiert sie, ihr Werk gewissermassen selbst zu kompromittieren.
Es geht um die Uigur:innen, die von China nicht nur verfolgt und unterdrückt, sondern zu Hunderttausenden in Internierungslagern gefangen gehalten werden. Das Schicksal der Mitglieder dieser muslimischen Minderheit: Misshandlung, Vergewaltigung, Sterilisation, Zwangsarbeit.
Jahrelang hatte Bachelet versucht, die Verhältnisse in der Provinz Xinjiang selbst in Augenschein nehmen zu können. Im letzten Frühling dann durfte sie endlich, unter sehr aufmerksamer Dauereskorte von chinesischen Funktionären, sich ein paar Tage dort aufhalten. Die Frage, ob sie etwas von der Unterdrückung der muslimischen Minderheit mitbekommen hat, erübrigt sich.
Die höchste Wächterin über die Menschenrechte der Welt hatte einen offiziellen Bericht versprochen, in dem die – von zahlreichen Menschenrechtsorganisationen längst verifizierten – massiven Verstösse aufgelistet sind.
Morgen hat die Chilenin ihren letzten Arbeitstag bei der UNO. Kommt da noch was?
- Das lange Warten auf den UNO-Bericht über Xinjiang – unser Artikel zum heiss erwarteten UNO-Rapport.
- Schicksal der Uiguren sorgt für immer schrillere Töne in der UNO – Beitrag von Frédéric Burnand von 2020.
- 43 Länder verurteilen Menschenrechtsverletzungen Chinas an Uiguren – Meldung unserer Agentur vom Oktober 2021.
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In Basel wurde am Wochenende das 125-Jahr-Jubiläum des ersten Zionistenkongresses gefeiert. Wieso fand in Israel erst die grosse Gala am Montag Beachtung?
«Warum Israel in Basel geboren wurde», lautet der Titel eines Artikels, den meine Kollegin Sibilla Bondolfi im Vorfeld des Jubiläumsanlasses schrieb.
Da richteten sich doch in Israel viele Spotlichter auf die Stadt am Rhein, könnte man erwarten. Aber der Anlass drang erst am Montag bis in den jüdischen Staat durch – als Präsident Itzchak Herzog zum offiziellen Besuch in die Schweiz kam.
Mein Kollege Benjamin von Wyl, der den Kongress am Wochenende vor Ort verfolgte, fragte den Journalisten Yves Kugelmann, Chefredaktor des jüdischen Wochenmagazins «tachles», in seinem Interview unter anderem nach den Gründen dafür.
- «Israel kann nicht als Antwort auf alles gelten» – das ganze Interview.
- Wie die zionistische Bewegung von Basel aus auf Israels Zukunft blickt – die Reportage von Benj vom Jubiläumskongress.
- Warum Israel in Basel geboren wurde – der Beitrag von Sibilla Bondolfi.
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