Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer
Gestern berichtete ich Ihnen von meiner Stromrechnung. Auch heute beherrscht das Thema Strom die Schlagzeilen in der Schweiz.
Herzliche Grüsse
Der Bundesrat gewährt dem Stromkonzern Axpo einen Notfallkredit von vier Milliarden Franken.
«Wir wollen einen Flächenbrand mit allen Mitteln verhindern und die Stromversorgung sicherstellen», begründete Bundesrätin Simonetta Sommaruga den Entscheid an der heutigen Pressekonferenz.
Die SP verlangt ein Bonusverbot für Manager:innen von Stromkonzernen, die den Rettungsschirm des Bundes beanspruchen.
Der Tages-Anzeiger wirft die Frage auf, ob man Bitcoin verbieten könnte, um Strom zu sparen. Eine einzige Bitcoin-Transaktion verbraucht angeblich so viel Strom wie ein Haushalt in eineinhalb Monaten.
- SRFExterner Link und NauExterner Link über den Notfallkredit.
- Der Axpo-CEO im Interview bei SRFExterner Link.
- Der Tages-Anzeiger über BonusExterner Link– und Bitcoin-VerbotExterner Link (Paywall).
- Unser Artikel darüber, wie die Schweiz das grosse Bibbern verhindern will.
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Menschenschmuggel: 23 Flüchtlinge aus überfülltem Lieferwagen in Nidwalden befreit.
Aus purem Instinkt hielten Polizisten in Hergiswil NW am Montag einen Lieferwagen mit italienischem Kennzeichen an. Im Laderaum standen dicht gedrängt und ungesichert 23 sichtlich erschöpfte Männer.
Die Flüchtlinge aus Afghanistan, Indien, Syrien und Bangladesch waren bereits mehrere Stunden stehend und ohne Verpflegung unterwegs. Die Schweiz war nicht das Ziel der Geflüchteten, sondern Deutschland, Frankreich und Grossbritannien.
Die Polizei nahm den 27-jährigen Fahrer fest, ein in Italien wohnhafter Gambier. Die Nidwaldner Staatsanwaltschaft hat gegen ihn ein Verfahren wegen Verdachts auf Menschenschmuggel eingeleitet. Der Mann gibt an, nichts von der menschlichen Fracht gewusst zu haben.
- SRFExterner Link und 20 MinutenExterner Link berichten.
- Aus unserem Archiv: «Die Schleppernetzwerke funktionieren wie Reiseagenturen».
Kreislaufwirtschaft: ein neuer Umgang mit Ressourcen.
Bei der Kreislaufwirtschaft werden wertvolle Rohstoffe nicht einfach für die Produktion von Gütern verwendet, die nach dem Konsum weggeworfen werden. Von Beginn an ist vorgesehen, dass die verwendeten Materialien in die Produktion zurückkehren.
Sprich: Möglichst vieles wird repariert, wiederverwendet oder rezykliert. Mein Kollege Michele Andina zeigt in einem Video, welche Ansätze der Kreislaufwirtschaft in der Schweiz bereits existieren.
Es gibt jedoch erhebliche Hürden. Das merkten wir beispielsweise bei einer Reportage über ein Tiny House, das nach dem Prinzip der Kreislaufwirtschaft funktioniert. Die Kreislaufwirtschaft ist ein zentrales Thema am Swiss Green Economy Symposium, das morgen beginnt.
- Das Video finden Sie auf swissinfo.ch.
- Aus unserem Archiv: Kreislaufwirtschaft bei einem Tiny House.
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Die Diaspora spielt eine entscheidende Rolle für die wirtschaftliche und politische Entwicklung des Kosovo.
Zehn Prozent der kosovarischen Bevölkerung lebt in der Schweiz. Und noch immer wollen viele weg aus dem Kosovo.
Doch es gibt auch Menschen, die zurückkehren. Die NZZ hat mit einigen gesprochen. Zum Beispiel mit dem Informatiker Valon Asani, der im Kosovo gleich drei Unternehmen gegründet hat.
Die Mik Group bietet Online-Marketing für Kund:innen in der Schweiz an, während der grösste Teil der Angestellten in Pristina arbeitet. «Dua» ist eine Dating-App, die sich hauptsächlich an Albaner:innen richtet. Und das dritte Unternehmen vermietet in Pristina Wohnungen auf Zeit – eine Art kosovarisches Airbnb.
- Der ganze Artikel in der NZZExterner Link (Paywall).
- Aus unserem Archiv: Was würde Kosovo ohne die Diaspora machen?
- Aus dem Archiv von SRFExterner Link: Die Diaspora betrachtet das Heimatland zunehmend kritischer.
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