Erholung in Sicht
Die Schweizer Wirtschaft dürfte sich nach Ansicht der BAK Konjunkturforschung Basel im zweiten Halbjahr 2002 erholen.
Tragende Konjunkturpfeiler seien neben den privaten Konsumausgaben die Unternehmens-Investitionen. Für 2002 rechnen die Konjunkturforscher unverändert mit einer Zunahme des realen Bruttoinlandproduktes (BIP) von 1,3% gegenüber 1,5% im Jahr 2001.
Prognose revidiert
Im Dezember hatte die BAK ihre Prognose um 0,5% nach unten korrigiert. Da sich die internationale Konjunkturlage seit Dezember nicht weiter verschlechtert habe, und die bisher verfügbaren Indikatoren für das 4. Quartal 2001 die bisherigen Erwartungen bestätigten, halte das Institut nunmehr an dieser revidierten Prognose fest.
Konjunkturelle Trendwende
Die längerfristigen Aussichten beurteilt die BAK positiv. 2003 dürfte sich das BIP-Wachstum auf 2,5% beschleunigen. Die BAK begründet dies mit einer bevorstehenden konjunkturellen Trendwende in der Weltwirtschaft. Insbesondere in den USA häuften sich die positiven Überraschungen bei der Veröffentlichung von Konjunktur-Indikatoren.
In der Schweiz blieben die privaten Konsumausgaben, die Unternehmens-Investitionen und der Export die tragenden Säulen der Konjunktur. Weiter würden die chemisch-pharmazeutische Industrie, ab kommenden Sommer auch wieder die Investitions-Güterindustrie und der Finanzsektor die Schweizer Konjunktur massgeblich stützen.
Regionale Unterschiede
Die Regionen sind laut BAK unterschiedlich stark von den schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen betroffen. Basel bleibe mit einer erwarteten Expansionsrate der Wirtschaftsleistung von 2,3% der Wachstumsleader.
Eine Wachstums-Verlangsamung prognostiziert das Institut dagegen für die Ostschweiz, das Espace Mittelland und die Zentralschweiz. Diese Regionen bekämen das schwierige aussenwirtschaftliche Umfeld aufgrund ihrer starken Ausrichtung auf die exportorientierte Investitions-Güterindustrie besonders stark zu spüren.
swissinfo und Agenturen
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