GAV für Bodenpersonal
Das Bodenpersonal der Fluggesellschaft swiss erhält einen Gesamtarbeitsvertrag (GAV). Management und Gewerkschaften haben sich auf die Eckwerte des Vertrags geeinigt.
Der neue GAV soll per 1. April 2002 in Kraft treten und für drei Jahre gelten, wie die Crossair am Montag mitteilte. Während für die bisherigen Crossair-Angestellten eine Verbesserung resultiert, sind die Bedingungen für die ehemaligen Swissair-Leute gemäss Gewerkschaften weniger günstig als unter ihrem früheren GAV.
Es sei der Crossair bei den Verhandlungen nicht darum gegangen, Einsparungen bei den Löhnen zu erzielen, sagte Crossair-Sprecher Markus Baumgartner. Vielmehr solle das Bodenpersonal so zusammengeführt werden, dass keine «Zweiklassengesellschaft» entstehe.
Mindestlohn steigt
Der neue GAV basiert auf einem einheitlichen Lohn-, Arbeitszeit- und Pensionsmodell für alle Angestellten. Der Mindestlohn wird von brutto 2700 auf 3250 Franken angehoben.
Alle Angestellten mit einem Lohn innerhalb eines bestimmten Salärbands erhalten eine Lohnerhöhung von 2%. Die Arbeitszeit soll schrittweise von 42,5 auf 41 Stunden und das Pensionierungsalter von 65 auf 63 Jahre gesenkt werden.
Die Details des neuen GAV müssen nun laut Crossair noch erarbeitet und ausformuliert werden. Danach muss das Vertragswerk den Mitgliedern der fünf Verbände GATA, KV Schweiz, PUSH, VPOD Sektion Luftfahrt und VPOD Sektion Genf zur Abstimmung vorgelegt werden.
«Weniger schlimme Verschlechterungen»
Verhalten war die Reaktion auf den neuen Vertrag von Seiten der Arbeitnehmer: «Die Verschlechterungen für die ehemaligen Swissair-Angestellten sind weniger schlimm ausgefallen als befürchtet», sagte Daniel Vischer von der Sektion Luftfahrt des Verbands des Personals der öffentlichen Dienste (VPOD).
Bei den Verhandlungen habe sich gezeigt, dass die Unterschiede zwischen den Löhnen der Crossair-Angestellten und denjenigen der ehemaligen Swissair-Angestellten grösser gewesen seien als angenommen, sagte Vischer. Das Crossair-Bodenpersonal war bisher keinem GAV unterstellt gewesen.
swissinfo und Agenturen
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