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Georg Fischer: Gewinneinbruch

"Betriebliche Unzulänglichkeiten" hätten auf den Umsatz gedrückt. Keystone Archive

Der Industriekonzern Georg Fischer (GF) hat im letzten Jahr einen Gewinneinbruch hinnehmen müssen. Der Konzerngewinn sank um 57% auf 65 Mio. Franken.

Der Schaffhauser Maschinenbaukonzern Georg Fischer hat damit zu Beginn seines 200-Jahre-Jubiläums die Erwartungen enttäuscht. Mit dem Gewinneinbruch von 57% wurden die eigenen Vorgaben nicht erfüllt. Ein weiterer Stellenabbau kann nicht ausgeschlossen werden.

Der Umsatz konnte zwar fast gehalten werden, wie GF am Dienstag in einem Communiqué mitteilte. Dies sei allerdings Akquisitionen zu verdanken, hiess es weiter.

Insgesamt habe das Unternehmen 3,848 (Vorjahr 3,903) Mrd. Franken. umgesetzt. Im angestammten Geschäft sei der Umsatz um 8% gesunken. Neben der schlechten Wirtschaft ab dem zweiten Halbjahr hätten Währungseffekte und «betriebliche Unzulänglichkeiten» auf den Umsatz gedrückt. Geografisch fiel vor allem die Entwicklung in den USA mit einem Umsatzrückgang von 17% negativ ins Gewicht.

In der Folge sei das Betriebsergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) um 42% auf 156 Mio. Franken abgerutscht. Die Dividende werde von 15 Franken im Vorjahr auf 7 Franken je Aktie gekürzt.

Stellenabbau – Kostensenkungen

Um die Ertragserosion zu stoppen, wurde im zweiten Halbjahr 2001 ein Kostensenkungsprogramm eingeleitet. Dadurch wurde der Personal- und Betriebsaufwand um 118 Millionen Franken reduziert.

Seit Mitte letzten Jahres wurden 440 Vollzeit- und 550 Teilzeitstellen gestrichen. Durch die Reduktion von Überzeit und die Einführung von Kurzarbeit wurden weitere 200 Stellen eingespart.

Zumindest in der ersten Hälfte des Jubiläumsjahres 2002 rechnet GF mit einem unverändert schwierigen Marktumfeld. Die vier Unternehmensgruppen seien aber ökonomisch und technologisch sehr gut positioniert und verfügten über ein ausgezeichnetes Wachstumspotenzial, sagte Finanzchef Fritz Rufer.

Der Konzern rechnet in der zweiten Jahreshälfte mit einem Konjunkturaufschwung, ist aber auch für eine längere Durststrecke gewappnet. Bleibt der Aufschwung aus, sollen laut Rufer die Kosten weiter gesenkt und zusätzliches Personal abgebaut werden.

Die Börse gab sich pessimistisch. Die GF-Aktie büsste im Verlaufe des Vormittags fast sechs Prozent ein und notierte bei 291,5 Franken.

swissinfo und Agenturen

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