The Swiss voice in the world since 1935
Top Stories
Schweizer Demokratie
Newsletter
Top Stories
Schweiz verbunden
Podcast

Industriekonzern Rieter rutscht in rote Zahlen

Der Winterthurer Konzern hat 2008 einen Verlust von 400 Mio. Franken verbucht. Schuld ist die Wirtschaftskrise: Rieter musste sowohl im Textilmaschinen- als auch im Autozuliefer-Geschäft einen noch nie erlebten Nachfrageeinbruch verkraften.

Im Vorjahr hatte der Konzern noch einen Gewinn von 211 Millionen erwirtschaftet. Auch operativ schrieb Rieter rote Zahlen: Der Betriebsverlust (EBIT) betrug 312 Mio. Franken, verglichen mit einem Betriebsgewinn von 278,7 Mio. Franken im Vorjahr.

Der Umsatz schrumpfte 2008 um einen Fünftel auf 3,14 Mrd. Franken. Der Bestellungseingang brach um 37% auf 2,5 Milliarden ein.

Wegen des absehbaren Nachfrageeinbruchs hatte Rieter bereits im letzten Sommer ein Restrukturierungs-Programm lanciert. Dazu gehört der Abbau von 2800 Stellen, was 16% der gesamten Belegschaft entspricht.

Die Aktionäre sollen wegen der schwierigen Lage für 2008 keine Dividende erhalten, wie Rieter mitteilte. Stattdessen werden den Aktionären Optionen zugeteilt, die zum Kauf von Rieter-Aktien berechtigen.

2009 wird laut Rieter ein «herausforderndes Jahr», da die Aussichten sowohl in der Automobil- als auch in der Textilmaschinen-Industrie trübe seien. In beiden Divisionen wird wegen der Rezession mit einem rückläufigen Umsatz und einem operativen Verlust gerechnet.

swissinfo und Agenturen

Beliebte Artikel

Meistdiskutiert

In Übereinstimmung mit den JTI-Standards

Mehr: JTI-Zertifizierung von SWI swissinfo.ch

Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!

Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft