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Wie neutral soll die Schweiz eigentlich sein?

Gastgeber/Gastgeberin

Wo steht die Schweiz in der Welt? Und wohin steuert sie? Aktuelle und künftige Entwicklungen stehen bei mir im Fokus. Nach dem Studium (Geschichte, Rechtswissenschaften und Europastudien) eine Zeit lang auf der Schweizer Botschaft in Athen gearbeitet. Journalistische Erfahrungen im In- und Ausland, auf lokaler wie nationaler Ebene, als Freelancer wie auch als Angestellter. Heute mit internationalem Fokus.

Für die einen ist sie nicht neutral genug, für die anderen zu neutral: Über die Schweizer Neutralität wird viel diskutiert – sowohl im Land selbst, wie auch ausserhalb.

Am 27. September wird in der Schweiz über die sogenannte Neutralitätsinitiative abgestimmt. In der Bevölkerung ist die neutrale Position des Landes stark verankert, wie Umfragen zeigen. Sie zeigen aber auch, dass die Leute unterschiedliche Vorstellungen davon haben.

Was denken Sie: Wie sollte die Schweiz ihre Neutralität heute gestalten? Schreiben Sie uns einen Kommentar.

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juanmasaldivarc
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Die Schweiz hat ihre Neutralität aufgegeben, indem sie Waffen verkauft und zudem die von der Europäischen Union (EU) ungerechtfertigt verhängten Sanktionen gegen Russland umgesetzt hat. Die NATO-Länder, die der EU angehören, haben gegen die Regeln des Anstands und der guten Nachbarschaft verstossen, indem sie die NATO an die Grenzen Russlands herangeführt haben – eine Tatsache, die die Sicherheit Russlands selbst bedroht. Aus diesem Grund sah sich Russland gezwungen, eine Spezialoperation in der Ukraine durchzuführen, um die russischsprachige Bevölkerung der Ukraine zu schützen und die Ukraine dazu zu zwingen, nicht der NATO beizutreten und ein neutrales Land zu bleiben.

Suiza dejó de ser neutral por el hecho de vender armas, y además por aplicar a Rusia las sanciones impuestas injustificadamente por la Unión Europea (UE). Los países de la OTAN que forman parte de la UE incumplieron normas de decencia y buena vecindad al llevar la OTAN a las fronteras de Rusia, hecho que amenaza la seguridad de la propia Rusia. Por tal razón Rusia debió llevar a cabo una operación especial en Ucrania, a fin de defender la población ucraniana de habla rusa y también para obligar a Ucrania a no integrarse a la OTAN y a ser un país neutral.

Giannis Mavris
Giannis Mavris SWI SWISSINFO.CH
@juanmasaldivarc

Die sogenannte "Spezialoperation" ist ein Angriffskrieg, und dass der wahre Grund nicht die Nato ist, haben russische Offizielle schon längst klar gestellt. Etwas noch zur Schweizer Neutralität - Waffenverkäufe sind explizit darin erlaubt, wie auch Sanktionen. Lesen Sie hier mehr (auf Spanisch): https://www.swissinfo.ch/spa/politica-exterior/qué-le-depara-a-la-neutralidad-suiza/45810440

Anonym

Neutralität finde ich ist nur dann gegeben, wenn man sich auch am Recht orientiert. Das heisst für mich, wir sind nicht neutral, indem wir uns überall einfach raushalten und sagen "nicht unser Ding", sondern indem wir uns nicht kriegerisch verhalten, allerdings trotzdem auch hinschauen, wenn irgendwo etwas unrechtes geschieht und uns für Gerechtigkeit einsetzen. ____Man kann auch nicht mehr sagen, dass man von einem Unrecht nicht gewusst hat, in der heutigen Zeit wo Informationen fast überall und zu jederzeit life übertragen werden können. Wir können zudem nicht mehr sagen, wir brauchen die anderen Länder nicht, da wir uns selbst versorgen, somit können und sollen wir auch nicht einfach nichts zum Geschehen in der Welt sagen, sondern uns für Recht und Gerechtigkeit einsetzen.

Anonym
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Ich glaube, unsere Neutralität hängt auch davon ab, dass andere Länder uns als neutral wahrnehmen. Neutralität ist nichts, was man nur manchmal sein kann. Jedes Land hat das Recht, eine politische Richtung zu unterstützen, aber das ist keine Neutralität. Zu sagen, die Schweiz solle bei der Auslegung der Neutralität flexibel bleiben, macht uns nur noch mehr zu einer Schachfigur in der internationalen Politik. Warum in einem Fall neutral sein und in einem anderen nicht? Schlagen wir eine Art Checkliste vor, die bei bestimmten Ereignissen zum Tragen kommt und immer gilt? Oder richten wir uns einfach nach dem Bauchgefühl, das der jeweilige Politiker gerade hat?____Der Kern des Problems ist: Wenn andere Länder uns nicht mehr als neutral wahrnehmen, sind wir de facto nicht mehr neutral. Wir bieten keinen Raum mehr für friedliche Diskussionen – eine Rolle, die andere Länder stattdessen bereitwillig übernommen haben. Ein Ort des Friedens braucht einen Platz in der Weltpolitik, frei von äusserem politischem Druck, Drohungen oder Schikanen.____Bei der heutigen Abstimmung geht es darum, ob dieses Prinzip dauerhaft verankert werden soll, wodurch Sanktionen und eine Zusammenarbeit mit der NATO endgültig ausgeschlossen würden. Ein Nein würde von der Welt so interpretiert werden, dass die Schweiz ihre Neutralität weiterhin verhandelbar hält, anstatt sich ihr zu verpflichten – was an sich schon eine Form des Verzichts ist. Genau diese Neutralität ist es, die Menschen in die Schweiz als Zufluchtsort vor einer turbulenten Welt zieht und unsere Währung stark hält.

I believe our neutrality also depends on other countries perceiving us as neutral. Neutrality isn't something you can be only sometimes. Every country has the right to support a political direction, but that isn't neutrality. Saying Switzerland should stay flexible in how it interprets neutrality only makes us more of a pawn in international politics. Why be neutral in one case and not another? Are we proposing some kind of checklist, triggered whenever particular events occur, that always applies? Or are we just going with whatever gut feeling the politician of the day happens to have?____The nub of the problem is that if other countries no longer perceive us as neutral, we are, de facto, not neutral. We no longer offer a table for peaceful discussion, a role other countries have been willing to take on instead. A place for peace needs a place in world politics, free from outside political pressure, threats or bullying.____Today's vote asks whether to fix that principle permanently, ruling out sanctions and NATO cooperation for good. A no vote would be read by the world as Switzerland choosing to keep its neutrality negotiable rather than committing to it, which is itself a form of renunciation. That same neutrality is what draws people to Switzerland as a refuge from a turbulent world, and what keeps our currency strong.

Giannis Mavris
Giannis Mavris SWI SWISSINFO.CH
@Anonym

Nun, einen Tag nach der Abstimmung sind die internationalen Schlagzeilen eher nüchtern. Die meisten Medien gehen davon aus, dass die Schweiz ihre Neutralität flexibel handhaben will - und eben genau nicht auf sie verzichten will.

J
jepyerly@websud.ch
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Was die Sanktionen betrifft, muss man sich unbedingt folgende Frage stellen: Die Sanktionen der Schweiz gegen Russland haben uns zahlreiche Probleme bereitet. Wenn die kleine Schweiz zudem jedes «Problemland» sanktionieren will, würden wir völlig isoliert und an den Rand gedrängt werden. Zwischen bewaffneten Konflikten, wirtschaftlichen Auseinandersetzungen, religiösen Konflikten, Drogen, Korruption, Menschenrechtsverletzungen usw. – man fragt sich, was all diese internationalen Organisationen eigentlich tun, abgesehen davon, dass sie mit unnötigen Transporten die Luft verschmutzen und all diese sinnlosen Reden ohne Konsequenzen halten. In diesen sogenannten modernen Zeiten ist es wirklich bedauerlich, all diese Kriege zu beobachten, diese Milliarden, die für Munition ausgegeben werden – umweltschädlich und klimaschädlich. Diese Milliarden könnten weltweit sinnvoller für die Stabilität in den Bereichen Ernährung, Gesundheit, Soziales und Militär eingesetzt werden.

Concernant les sanctions, il est impératif de se poser la question suivante. Les sanctions de la Suisse contre la Russie nous a coûté de nombreux problèmes. De plus, si la petite Suisse désire sanctionner chaque Pays à Problèmes , nous serio0ns complètement isolés et mis de côté. Entre conflits armés , économiques, religieux, drogues , corruptions, droits de l'homme etc . On peut se demander ce que font toutes ces organisations mondiales , mis à part, polluer l'air avec les transports inutiles , et tous ces discours inutiles sans conséquences. Dans ces temps dits modernes, c'est bien affligeant de constater toutes ces guerres, ces milliards dépensés en munitions , polluantes ,destructrice du climat . Ces milliards pourraient être dépensés plus intelligemment dans la stabilité alimentaire ,sanitaire, sociale militaire dans le monde .

Giannis Mavris
Giannis Mavris SWI SWISSINFO.CH
@jepyerly@websud.ch

Die Schweiz hat circa 30 Sanktionsregimes, die teilweise seit Jahrzehnten bestehen. Sie sanktioniert also viele "Problemländer". Und das Geld für die Munition kann man sich wirklich recht einfach sparen - indem man auf Angriffskriege verzichtet. Wie es von der UNO-Charta auch vorgesehen ist.

J
Jorg Hiker
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@jepyerly@websud.ch

Politiker vom Typ «Strongman» haben keinen Respekt vor Feiglingen und Gierigen. Wenn sich die Schweiz Drohungen beugt, vermittelt sie damit die Botschaft, dass Drohungen wirken, und lädt denselben und andere Weltmachthaber dazu ein, die Schweiz noch stärker unter Druck zu setzen – mit vagen Aussichten auf eine Einigung, die aber natürlich erst zustande kommt, nachdem die Schweiz weitere Zugeständnisse gemacht hat.

Strongman politicians have no respect for the cowards and greedy. If Switzerland bows to threats, it sends the message that threats work, and invites the same and other world strongmen to bully Switzerland more, with dim prospects of some deal, but naturally only after Switzerland makes further concessions.

J
jepyerly@websud.ch
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Das angesprochene Problem ist ziemlich komplex. In der Vergangenheit hat unser kleines, friedliches Land von dieser recht strengen Neutralität profitiert. Viele Länder erkennen an, dass eine friedliche Oase mitten in Europa von grosser Bedeutung war. Unsere Politiker und Führungskräfte jener Zeit verfügten über mehr Verstand und Verantwortungsbewusstsein für die ergriffenen Massnahmen und galten als gute Verhandlungsführer. Derzeit wecken die Bevölkerungsvermischung, die Industrialisierung, die Banken sowie die Wirtschaft eines Landes, das seine Ressourcen gut einsetzt und verwaltet, das Interesse unserer Nachbarn und anderer, damit wir uns finanziell an der Deckung ihrer finanziellen Debakel beteiligen. Vor diesem Hintergrund werde ich den wenig glaubwürdigen Argumenten der Linken und ihrer Freunde von der FDP nicht nachgeben und mit JA für die Neutralitätsinitiative stimmen.

Le problème soulevé est assez complexe . Dans le passé , notre petit Pays, tranquille , a bénéficié de cette neutralité assez stricte . Beaucoup de Pays reconnaissent qu'un ilot tranquille au milieu de l'Europe , avait toute son importance. Nos politiciens et dirigeants de l'époque, avaient plus d’intelligence, de sens de responsabilité des actions entreprises , étaient reconnus comme de bons négociateurs . Actuellement , les mélanges de population, l'industrialisation, les banques , l'économie d'un Pays qui travaille et gère bien ses ressources , fait titiller nos voisins et d'autres , afin que nous participions financièrement a couvrir leurs débâcles financières , Dans ce contexte , je ne cèderai pas aux arguments peu crédibles de la gauche et ses amis PLR , et voterai OUI à l'initiative sur la neutralité.

Giannis Mavris
Giannis Mavris SWI SWISSINFO.CH
@jepyerly@websud.ch

Von welchem "finanziellem Debakel" sprechen Sie und was hat das mit der Neutralität zu tun

J
Jorg Hiker
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Ich habe mit Interesse die Argumente vieler Russen gelesen, die behaupten, die Schweiz solle wegen ihrer Geschäftsbeziehungen zu Russland mit Sanktionen der USA und der EU belegt werden. Könnte mir jemand die Handelszahlen für den Handel der Schweiz sowohl mit Russland als auch mit den Ländern, die Sanktionen verhängt haben, zur Verfügung stellen? Ausserdem würde ich gerne wissen, welche Risiken mit dem Handel mit Russland verbunden sind. Das würde den Lesern Fakten anstelle von vagen Illusionen liefern.

I have read with interest the arguments from many Russians who claim that Switzerland should face US and EU sanctions due to keeping business ties with Russia. Could someone provide the trade figures for Switzerland's commerce with both Russia and the countries that have imposed sanctions? I would also like to know the risks associated with trading with Russia. This would provide readers with facts instead of vague illusions.

J
Jorg Hiker
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Für die Schweiz ist es am klügsten, neutral zu bleiben, sich aber unbedingt die Möglichkeit offen zu halten, im Falle einer Bedrohung – wie beispielsweise einer hybriden Kriegsführung – Bündnissen beizutreten. Einige Staatschefs weltweit betrachten Länder ohne Verbündete als hilflos und leicht unter Druck zu setzen. Die im 20. Jahrhundert vorherrschende Überzeugung, dass die Schweiz nicht angegriffen wird, solange sie andere nicht bedroht, trifft heute nicht mehr zu. Die Geschichte zeigt zum Beispiel, dass Russland 2014 die kleinen baltischen Länder in Ruhe liess, weil sie der NATO angehörten, die neutrale Ukraine jedoch angriff.

For Switzerland, it is wisest to remain neutral, but absolutely keep open the possibility of joining alliances in the event of a threat, such as hybrid warfare. Some world leaders view countries without allies as helpless and easy to pressure. The 20th-century belief that Switzerland will not be attacked as long as it does not threaten others is no longer true. History shows, for example, that in 2014 Russia left the small Baltic countries alone because they were in NATO, but attacked neutral Ukraine.

Giannis Mavris
Giannis Mavris SWI SWISSINFO.CH
@Jorg Hiker

Das ist auch das, was die Regierung (in Absprache mit dem Parlament plant): Beziehungen zu EU und Nato soweit zu unterhalten, dass sie im Fall eines Angriffs auf ihre Unterstützung hoffen könnte. Die Frage stellt sich, inwiefern das realistisch ist.

J
Jorg Hiker
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@Giannis Mavris

Es ist klug, sich die Möglichkeit künftiger Allianzen offen zu halten, denn damit wird eine Botschaft gesendet: Wir ergreifen nur begrenzte Massnahmen, doch wenn wir bedroht werden, können wir offen feindselig reagieren. Auf jeden Fall muss die Schweiz gegen die neue Kategorie hybrider Bedrohungen oder Angriffe unterhalb der Schwelle einer Kriegserklärung vorgehen. Möglicherweise sollte ein Anti-Sabotage-Pakt geschlossen werden. Angenommen, eine mysteriöse und ganz sicher nicht russische Drohne beschädigt die Stromversorgung der Schweiz – wie würde die Schweiz reagieren? Die Antwort «nicht» oder «keine Ahnung» ist eine Einladung zur Sabotage.

Keeping the possibility of future alliances is clever, because it sends a message: we take limited action, but if we are threatened, we can become openly hostile. In any case, Switzerland must act on the new category of hybrid threats or attacks below the threshold of war declaration. Possibly form an anti-sabotage pact. Suppose that a mysterious and absolutely not Russian drone damages Switzerland's electricity supply—how would Switzerland react? The answer "not" or "don't know" is an invitation to sabotage.

Lynx Vegas
LynxVegas
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Die Schweiz hat ihre Neutralität aufgegeben, sobald sie begonnen hat, Waffen ins Ausland zu verkaufen. Selbst wenn sie an beide Konfliktparteien verkauft, kann sie nicht neutral sein. Ausserdem endete die Neutralität, sobald sich die Schweiz in die Angelegenheiten anderer Länder einmischte. Um wirklich neutral zu sein, müsst ihr die Grenzen schliessen – keine Schweizer raus, keine Ausländer rein. Kümmert euch nur um euch selbst.

Switzerland ceased being neutral as soon as it started selling weapons abroad. Even if it sells to both sides involved in a conflict, it cannot be neutral. Also, neutrality ended as soon as Switzerland got involved in the affairs of other countries. To be truly neutral - close the borders - no Swiss out, no foreigners in. Keep yourselves to yourselves.

Giannis Mavris
Giannis Mavris SWI SWISSINFO.CH
@LynxVegas

Also die Schweiz zu Nordkorea umzugestalten? Dieses Land bezeichnet allerdings niemand als neutral...

S
Silver
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Die Neutralität war schon immer das Wahrzeichen der Schweiz – sie hat uns weltweit stets ausgezeichnet, uns vor Kriegen bewahrt und es uns ermöglicht, zu gedeihen, obwohl wir von Staaten umgeben sind, die viel grösser und potenziell reicher sind als wir.__Dann haben die verschiedenen Machtlobbys in der Schweiz aus reinem wirtschaftlichem Interesse die Politik beeinflusst und sie dazu gezwungen, sich immer mehr der Europäischen Union anzupassen, die daran arbeitet, unsere (noch für kurze Zeit) reiche Nation in die EU zu integrieren. Sie wäre eine Geldquelle, aus der Milliarden abgeschöpft werden könnten, und hätte innerhalb der Dinosaurier, aus denen die Union heute besteht, nur minimale Verhandlungsmacht.__Seit 2022 hat unser Bundesrat unsere Neutralität verschleudert und dabei opportunistisch argumentiert, dass es viele Formen der Neutralität geben könne, jede je nach den Erfordernissen des Augenblicks. Doch das bedeutet nicht mehr, neutral zu sein, und auf diese Weise werden wir die EU dazu bringen, über unsere Finanz- und Handelspolitik zu entscheiden und sich arrogant das Recht anzumass, in unserem Land Gesetze zu erlassen.__Als Bürger frage ich: Wie viele Milliarden Franken wären im eigenen Land geblieben, zum Wohle der Schweizer Bevölkerung, anstatt sie in Form von nicht rückzahlbaren Darlehen an die Ukraine zu verschenken? __Eines Tages stand jemand auf und beschloss, dass Europa die Ukraine in einer Art heiligem Krieg gegen Russland unterstützen müsse, das wahrscheinlich nur wieder Ordnung in einer russischsprachigen Region herstellen wollte. Wie viele Kriege gab es in Europa und an seinen Grenzen, in die – zu Recht – nur die UNO eingegriffen hat? __Hier hingegen hatte jemand ein Interesse daran, eine Situation der Verarmung Europas herbeizuführen, und das ist ihm gelungen.__Warum sollte die Schweiz dieser selbstmörderischen Politik folgen?__Bleiben wir neutral, aber mit einer echten Neutralität!

La Neutralità è sempre stata l'emblema della Svizzera, quella che ciha sempre distinto nel mondo, ci ha preservato da guerre e ci ha permesso di prosperare, seppur circondati da Stati molto più grandi e potenzialmente più ricchi di noi.__Poi per mero interesse economico le varie lobby di potere in Svizzera, hanno influenzato la Politica costringendola a piegarsi e uniformarsi sempre di più alla Unione Europea che sta lavorando per portare la nostra (ancora per poco) ricca Nazione all'interno della UE. Sarebbe una cash cow da cui spillare miliardi e con un potere contrattuale minimo all'interno dei dinosauri che compongono oggi l'unione.__Dal 2022 il nostro Consiglio Federale ha svenduto la nostra Neutralità, sostenendo opportunisticamente che vi possono essere tante Neutralità, ognuna per il bisogno del momento. Ma questo non vuole più dire essere Neutralità e così facendo porteremo la UE a decidere le nostre politiche finanziarie e commerciali, a entrare nella nostra legislatura arroganti il diritto di legiferare in casa nostra .__Da cittadino chiedo quanti miliardi di franchi sarebbero rimasti in Patria, a beneficio della popolazione svizzera, invece di regalarli con prestiti a fondo perduto all'Ucraina? __Un giorno qualcuno si è alzato e ha deciso che l'Europa avrebbe dovuto sostenere l'Ucraina in una specie di guerra santa contro una Russia che probabilmente voleva rimettere solo ordine in una Regione russofona. Quante sono state le guerre in Europa e ai suoi confini, in cui è - giustamente - intervenuta solo l'ONU? __Qui invece qualcuno aveva interesse a creare una situazione di impoverimento dell'Europa e c'è riuscito.__Perchè la Svizzera dovrebbe seguire questa politica suicida?__Restiamo Neutrali, ma con una Neutralità vera!

Giannis Mavris
Giannis Mavris SWI SWISSINFO.CH
@Silver

Ein "heiliger Krieg" der Ukraine gegen Russland? Viel mehr kann man die Dinge nicht verkehren.

B
Blackcrow
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Der auch als «Status der ewigen Neutralität» bezeichnete Status der Schweiz (formell anerkannt im Jahr 1815) ist nichts anderes als eine Scheinneutralität, da er nicht mehr als moralisches und ethisches Prinzip fungiert, sondern zu politischem Opportunismus und wirtschaftlichem Pragmatismus wird. __Wir dürfen nicht vergessen, dass sich aus dieser Neutralität weitere Argumente ableiten, wie das unantastbare Schweizer Bankgeheimnis, das historisch dazu diente, Kapital zweifelhafter Herkunft, Gelder von Diktatoren und Vermögenswerte in Kriegszeiten aufzunehmen – wie beispielsweise das Nazi-Gold im Zweiten Weltkrieg. __Die aktuelle globale Lage verlangt von den europäischen Demokratien, den bestehenden Status quo zu verteidigen, der mit seinen Schwächen und Stärken die wohl wohlhabendste und produktivste Epoche der Geschichte hervorgebracht hat.__Doch all das könnte wie ein Kartenhaus zusammenbrechen angesichts des neuen Aufschwungs rechtsextremer populistischer Politik unter der Ägide und dem Schutz der Vereinigten Staaten, die bereits gezeigt haben: Wer nicht für sie ist, ist gegen sie. __Die Schweiz bildet da keine Ausnahme – mit oder ohne De-facto-Neutralität.

El también denominado "estatus de neutralidad perpetua" de Suíza (reconocido formalmente en 1815) , no deja de ser una falsa neutralidad, pues deja de actuar como un principio moral y ético para convertirse en oportunismo político y en pragmatismo económico . __No olvidemos que de esa neutralidad derivan otros argumentos como el sacrosanto secreto bancario suizo que sirvió históricamente para acoger capitales de dudosa procedencia, fondos de dictadores y activos en tiempos de guerra , como el oro nazi en la 2a guerra mundial. __El escenario global actual exige a las democracias europeas defender el actual status quo, que con sus debilidades y fortalezas, da lugar al periodo más próspero y productivo de la historia.__Pero todo eso podría caer como un castillo de naipes ante el nuevo auge de las políticas populistas de extrema derecha bajo la tutela y el amparo de los Estados Unidos, que ya demostró que quien no está con él, está contra él. __Suíza no es una excepción con o sin neutralidad de facto .

Anonym

Der Artikel von Paul Widmer ist irreführend. __Erstens gibt es kein "Zurück" zu einer irgendwie vollständigeren Neutralität. Die Initiative will vielmehr eine völlig neue Neutralität in die Verfassung schreiben, die es dem Bundesrat und Parlament verunmöglichen, auf die jeweilige Situation im Einklang mit dem Völkerrecht, insbesondere der UNO-Charta, zu reagieren. Damit würde die Schweiz nicht "neutraler", sondern eine geächtete Aussenseiterin, die sich um das humanitäre Völkerrecht foutiert. Die Schweiz hat an Ansehen seit 2022 eingebüsst, nicht weil sie zu wenig neutral war, sondern weil sie gezögert hat und bis heute nicht deutlich gemacht hat, dass sie sich an die eigene Bundesverfassung halten will, die schon in der Präambel deutlich macht, für was die Schweiz stehen sollte: Dass Freiheit sich misst am Wohl der Schwachen! __Sich dann aber auf Kosten der Schwachen neutral zu nennen und dabei den Aggressor stärken, indem man sich weigert, minimale international Sanktionen mitzutragen, ist zu tiefst unschweizerisch, feig und unweise. Die Neutralitätsinitiative wird abgelehnt; wir müssen dafür sorgen, dass sie deutlich abgelehnt wird, um der Welt zu zeigen, dass wir zwar neutral sind, aber nicht dumm und feige.

D
d‘Assindia

Der stille Winter____Es war der dritte Tag ohne Sonne, als die Drohnen kamen. Keine Kampfschwärme, keine Explosionen – nur ein surrendes Summen über den Alpenpässen, gefolgt von einem seltsamen, metallischen Geruch in der Luft. Die offizielle Meldung des Bundesamts für Bevölkerungsschutz sprach von «atmosphärischen Tests zur Verbesserung der Wettervorhersage». Oberstleutnant Beat Zollinger, Kommandant der Festung Gotthard, wusste es besser. Die Signatur war eindeutig: elektronische Kampfführung, gezielte Störung der gesamten westlichen Satellitenkommunikation. Die Schweiz war blind geworden.____Im gleichen Moment brannten die Öltanks bei Basel. Sabotage, präzise und professionell. Die Feuerwehr kam zu spät, weil die Koordinationssysteme ausgefallen waren. Der Bundesrat tagte im geheimen Bunker unter dem Gurten. Die Stimmung war eisig. Der Aussenminister, ein hagrer Mann mit zitternden Händen, schlug vor, den Notfallmechanismus der NATO zu aktivieren. Es war der einzige Impuls, den er in dieser Nacht hatte.____Doch bevor die Worte verklangen, unterbrach ihn die Fraktionschefin der «Aktion Zukunft Schweiz» (AZS), Dr. Irina Keller. Sie war keine gewählte Politikerin, sondern eine sogenannte «Stabilitätsbeauftragte» – ein Posten, den die AZS nach der letzten «Notstandsreform» geschaffen hatte. Ihr Lächeln war sanft, ihre Stimme war seidig.____«Herr Bundesrat», sagte sie und schob ein laminiertes Dokument über den Tisch. «Artikel 11b der Neutralitätsverordnung: Jede militärische oder logistische Kooperation mit einem Bündnis gilt als kriegerischer Akt gegen die eigene Souveränität. Ein Hilferuf an die NATO wäre ein Bruch unserer Verfassung. Ich muss Sie darauf hinweisen, dass die AZS in einem solchen Fall gezwungen wäre, umgehend die Geschäfte des Bundesrates zu übernehmen – zur Wahrung der staatlichen Kontinuität.»____Zollinger, der als militärischer Berater anwesend war, sah, wie die Gesichter der Bundesräte erblassten. Sie wussten es. Die AZS hatte in den letzten zwei Jahren alle Schlüsselpositionen besetzt – die Finanzkontrolle, die Kommunikationsaufsicht, die Cybersicherheit. Sie hatten die Neutralität nicht abgeschafft, sie hatten sie zu einem Bollwerk gegen jede Rettung von aussen umfunktioniert. Die Schweiz war ein Gefangener ihrer eigenen Regeln.____In den nächsten 72 Stunden geschah das Unfassbare: Während die Drohnen am Himmel Kreise zogen und die Grenzübergänge von unbekannten, grauen Einheiten blockiert wurden, übernahm die AZS die Regierungsgeschäfte. Der Bundesrat wurde unter Hausarrest gestellt – «zum Schutz vor feindlichen Einflüssen», wie es hiess. Die Armee, ihrer Kommunikation beraubt und ohne klaren Befehl, verharrte in den Kasernen. Neutralität bedeutet auch: keine Aggression. Also taten sie nichts.____Dann begann die Russifizierung. Nicht mit Panzern, sondern mit Paragrafen. Dr. Keller trat vor die improvisierte Kamera im Bundeshaus und verkündete die «Neue Eidgenössische Grundordnung». Die direkte Demokratie wurde durch ein «Führungsgremium» ersetzt – die AZS, die sich selbst als einzige legitime Kraft im Chaos erklärte. Die Banken wurden «temporär verstaatlicht», die Presse in einen «Staatsinformationsdienst» überführt, und die Universität Zürich erhielt eine neue, zentralistische Lehrplankommission.____Doch der eigentliche Schlag kam in den Alpen. Zollinger sass in seinem Befehlsstand, umgeben von veralteten Funkgeräten, als die Meldung eintraf: Die AZS hatte die russische Föderation um «technische Unterstützung» gebeten – zur Wiederherstellung der öffentlichen Ordnung. Wenige Stunden später landeten Transporter auf dem Militärflugplatz Payerne. Die Insignien waren neutral: weisse Kreuze auf grauem Grund. Aber die Soldaten, die ausstiegen, sprachen Russisch. Sie trugen keine Hoheitsabzeichen, aber ihre Ausrüstung war die des neuen östlichen Blocks. Offiziell waren sie «Sicherheitsberater». Inoffiziell besetzten sie die strategischen Punkte des Landes.____Zollinger erhielt den direkten Befehl von der neuen AZS-Regierung: «Übergeben Sie die Kontrolle über die Alpenfestung an die internationale Sicherheitsmission. Dies ist ein neutraler Akt der Zusammenarbeit.» Er weigerte sich. Seine Offiziere sahen ihn an – einige mit Angst, andere mit stiller Zustimmung. Aber er wusste, dass sie keine Chance hatten. Die Drohnen über ihnen waren nicht mehr nur Beobachter. Sie waren Waffen.____In der Nacht, als die russischen «Berater» den Gotthard umstellten, schickte Zollinger eine letzte verschlüsselte Nachricht über ein altes Kurzwellengerät – direkt an die EU-Aussengrenzschutzbehörde. Der Inhalt war knapp: «Neutralität gekapert. AZS kollaboriert mit östlichen Mächten. Bitte um humanitäre Korridore.» Die Antwort kam nie. Die AZS hatte die Frequenz längst kompromittiert. Ein paar Stunden später stürmten graue Einheiten den Bunker. Zollinger wurde abgeführt. Sein Vergehen: «Verrat an der schweizerischen Neutralität.»____In den folgenden Wochen wurde das Land systematisch umgeformt. Die Strassen bekamen neue Namen – in kyrillischer Schrift, aber mit Schweizer Klang. Die AHV wurde durch ein «soziales Punktesystem» ersetzt, das Loyalität belohnte und Dissens bestrafte. Die Kirchen wurden zu «Kulturzentren» umgewidmet. Die Freiheit, die einst das Herz der Schweiz war, wurde durch Ordnung ersetzt – eine kalte, effiziente Ordnung, die keine Fragen stellte.____Adrian Baumann, der ehemalige Polizeiinspektor, war inzwischen in einem abgelegenen Tal im Wallis untergetaucht. Er hatte das Radio gehört, die neuen Durchsagen, die in weichem, aber fremd klingendem Schweizerdeutsch die «Wohltaten der neuen Partnerschaft» priesen. Er sah die Drohnen über die Gipfel fliegen, nicht mehr nur Beobachter, sondern Patrouillen. Die Menschen in den Dörfern schwiegen. Sie gingen zur Arbeit, zahlten ihre neuen Steuern und hofften, dass es vorbeigehen würde.____Aber Adrian wusste es besser. Die Russifizierung war nicht vorübergehend. Sie war das Ziel. Die AZS hatte das Land nicht gerettet – sie hatte es verkauft, Stück für Stück, unter dem Deckmantel der Neutralität. Die EU und die NATO standen aussen vor, gefesselt von ihren eigenen Protokollen, die eine Einmischung in einen «innerstaatlichen Stabilisierungsprozess» verboten. Die Welt schaute zu, während die Schweiz leise, sauber und bürokratisch verschwand.____Adrian sass in seiner Hütte und schrieb in ein altes Notizbuch. Er dokumentierte jeden Tag, jede neue Verordnung, jeden Namen der Kollaborateure. Es war ein stiller Akt des Widerstands, gefährlich und fast sinnlos. Aber er weigerte sich, zu vergessen. Denn wenn die Freiheit einmal ganz ausgelöscht war, würde niemand mehr da sein, um sich zu erinnern, wie sie sich anfühlte.____Draussen fiel der erste Schnee. Die Drohnen summten über den schwarzen Tannen. Der Winter war still, aber er war nicht friedlich. Adrian zündete eine Kerze an, die einzige Wärme in der Kälte. Und er wartete. Nicht auf Hilfe von aussen – die würde nie kommen. Sondern auf den Moment, in dem die Menschen in den Städten aufwachen und merken, dass sie nichts mehr zu verlieren haben. Denn nur dann, dachte er, kann der wahre Kampf beginnen – wenn die Stille zu laut wird, um sie zu ignorieren.__d‘Assindia September 2026

Giannis Mavris
Giannis Mavris SWI SWISSINFO.CH
@d‘Assindia

Danke für Ihre Kurzgeschichte. Was sollen wir daraus nehmen

D
d‘Assindia
@Giannis Mavris

Es ist ein Perspektivwechsel in eine mögliche Zukunft.

J
Jouflu
Der folgende Kommentar wurde automatisch aus FR übersetzt.

Warum etwas ändern, das bereits gut funktioniert?__Warum Regeln hinzufügen, wenn doch alles unter Kontrolle ist?

Pourquoi changer ce qui fonctionne déjà ?__Pourquoi ajouter des règles alors que tout est sous contrôle

P
patdeb
Der folgende Kommentar wurde automatisch aus FR übersetzt.

Die Schweizer Neutralität muss umfassend und unvoreingenommen sein, genau wie das Rote Kreuz, das an mehreren gegnerischen Fronten anerkannt ist. Heute richtet der Bundesrat unter dem Vorwand einer fragwürdigen Ethik die Schweiz auf den europäischen Block aus, der im russisch-ukrainischen Konflikt im strengen Sinne alles andere als neutral ist. __Diese Angleichung schadet unserem Ansehen als Vermittlerland in den Augen der Welt erheblich. Sie wirft zudem Fragen hinsichtlich des Fortbestehens internationaler Institutionen auf unserem Territorium auf, während wir offen eine angeblich politisch korrekte ethische Neutralität vertreten. Die Schweizer Neutralität muss gegenüber allen kriegführenden Ländern zum Ausdruck kommen. Finanzsanktionen dürfen nicht politisch, sondern müssen rein banktechnischer Natur sein und unterschiedslos verhängt werden, wenn nachweislich Gelder veruntreut wurden. Dies sollte auch für korrupte ukrainische Bürger gelten, so wie es in anderen kriegführenden Ländern der Fall ist.

La neutralité Suisse doit être intégrale et sans parti pris tout comme la croix rouge reconnue sur plusieurs fronts antagonistes. Aujourd’hui, sous prétexte d’éthique discutable, le conseil fédéral aligne la Suisse sur le bloc européen loin d’être neutre au sens strict dans le conflit russo-ukrainien. __Cet alignement péjore gravement notre image de pays médiateur aux yeux du monde. Il pose aussi question sur le maintien d’institutions internationales sur notre territoire alors que nous prônons ouvertement une neutralité éthique prétendument politiquement correcte. La neutralité Suisse doit s’exprimer à l’égard de tous les pays belligérants. Les sanctions financières ne doivent pas être politiques mais purement bancaires et s’exercer indistinctement lorsqu’il y a détournement de fonds avérés. Ce qui devrait aussi concerner les citoyens ukrainiens. corrompus à l’instar d’autres pays en guerre.

Giannis Mavris
Giannis Mavris SWI SWISSINFO.CH
@patdeb

Das ist für ukrainische Bürger schon lange der Fall, Sie können es bei der entsprechenden Seite des SECO nachschauen. Der Vergleich mit dem Roten Kreuz ist interessant: Das IKRK moniert schon lange, dass es ausgerechnet in diesem Krieg beschränkten Zugang hat - nämlich mehrheitlich zu ukrainischen Gefangenen, die Russland hält. Und dass die Regierung die Schweiz hauptsächlich auf den "europäischen Block" ausrichtet ist ja auch nichts Neues, das hat die Schweiz schon immer getan. Sie liegt ja auch mitten in Europa.

Anonym
@patdeb

Das ist leider alles russ. Propaganda. Bitte informieren Sie sich. Mit der Übernahme der Sanktionen hält sich die Schweiz an die UNO Charta und ihr eigenes Embargo-Gesetz von 2002. Keine Sanktionen würde bedeuten, den Aggressor zu stärken und das Opfer zu schwächen -- was eben gerade nicht neutral wäre in der Wirkung. Wenn ein Mann eine Frau vergewaltigt, gibt es kein feiges Wegschauen. Neutralität wäre in diesem Fall pure Feigheit und im besten Fall noch Gleichgültigkeit. Wir Schweizer sind zu höheren moralischen Werten verpflichtet, gerade in der Tradition des Roten Kreuzes, und können es uns schlicht nicht leisten, weder wirtschaftlich noch moralisch, den Übeltäter zu schonen und das Opfer zu bestrafen. Die Folge der Annahme der Neutralitätsinitiative wäre dann auch, dass die europäischen Staaten (also nicht nur die EU!) die Schweiz sanktionieren würde und zwar wegen Missachtung der UNO-Charta, Artikel 4, und der sich daraus ergebenden Verpflichtungen.

R
Reiner

Ich bin der Meinung die Neutralität der Schweiz hat sich bewährt in der Vergangenheit.__In der Politik gehört immer ein gewisser Pragmatismus und Realismus dazu, inbesondere wenn ein kleines Land wie die Schweiz direkter Bedrohung drch Macht und Gewalt bedroht ist. Ich denke da an die Situation im 2. Weltkrieg. Der Schutz der Bevölkerung ist in derartigen Situationen immer ein hohes Ziel. Insofern finde ich das Verhalten des Bundesrates im 2. Weltkrieg verständlich, mit Ausnahme des Umgangs mit Flüchtlingen.__Aber ich halte nicht viel von nachträglichen Anschuldigungen, - hinterher kann man immer schlauer sein, und braucht dazu auch keinen Mut. Wer kann schon glaubwürdig sagen, er hätte besser gehandelt in der betreffenden Situation?__Lassen wir dier Vergangenheit. Entscheidend ist wie wir jetzt und in Zukunft handeln.__Ich meine, die Schweiz hat in der Welt eine nicht unbedeutende Vorbild-Rolle. Das kann ich sagen, weil ich in verschiedenen Ländern gelebt und gearbeitet habe.__Aus diesem Grunde ist eine klares und deutliches Signal aus der Schweiz, ein Bekenntnis zur immerwährenden Neutralität gerade in in den heutigen Zeiten, in der wieder mehr Länder von Diktatoren, oder auch demokratisch gewählte Herrscher aggressiv, übergriffig auftreten, eingegangene Verträge missachten, besonders wichtig.

Giannis Mavris
Giannis Mavris SWI SWISSINFO.CH
@Reiner

Danke für Ihren Beitrag. Bei der Abstimmung geht es ja aber um mehr als nur ein Signal, es gäbe auch klare politische Implikationen. Zum Beispiel der Verzicht auf Sanktionen. Wäre das von Ihnen aus gesehen der richtige Weg

Anonym
@Reiner

Das sehe ich auch so. Deshalb muss die Schweiz auch Sanktionen gebenüber Russland mittragen. Wenn die Initiative angenommen würde, wäre das ein ganz anderes Signal: Wir können den Nachbarn überfallen, denn von der reichen Schweiz, die eine Schlüsselstelle im Rohstoffhandel einnimmt, haben wir nichts zu befürchten. Das wäre ein fatales Signal!

A
arlesh
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Was hat die Neutralität – gemäss dem Budapester Memorandum – der Ukraine gebracht?____Aggressoren – seien es militärische oder Cyber-Aggressoren – haben vor allem die blockfreien Länder im Visier.

What did neutrality - following the Budapest Memorandum - do for Ukraine?____Predators - whether military or cyber - have non-aligned countries first and foremost in their crosshairs.

Anonym

Bis jetzt war unsere Neutralität ein Aushängeschild.__Bei Unrecht herrschte Stillschweigen und Dienstleistungen gegenüber Machthaber blieben fortan intakt. __Mit etwas mehr Selbstbewusstsein kann unser reicher Kleinstaat Besseres an den Tag legen. __Weg von teuren destruktiven “Kriegspielzeugen”, anstelle hin zu konstruktiven Prioritäten wie Friedensforschung und entsprechendes Handeln, vor allem in Krisen. __Kurz, Richtung seriöserer Neutralität.__So übernimmt die Schweiz als Beispiel für die restliche Welt eine noble Führungsrolle, die Respekt und Ansehen verdient.

Anonym
@Anonym

Die beste Friedensforschung ist eine starke Abwehr. Opfer von Aggression und Krieg wurden/werden die, die schwach und unvorbereitet sind. Schauen Sie auf Belgien, Niederlande, Polen, Litauen, Estland, Lettland... damals. Heute sind sie in der NATO, weil sie es satt haben, Opfer von Aggressoren zu werden. Die NATO ist für sie Friedensversicherung.

S
swiscat

Die Schweiz muss neutral bleiben und das ist einfach so man muss das nicht ändern mein Vater war im zweiten Weltkrieg hat gekämpft für die Schweiz und für das Vaterland die Schweiz muss sich nicht einmischen wo auf der Welt Krieg herrscht die Schweiz muss für sein eigenes Land kämpfen und nicht für ein anderes Ländern wo krieg ist ganz einfach und das ist meine Meinung

Anonym
@swiscat

Ihr Vater hat im 2. Weltkrieg für die Schweiz gekämpft? Das müssen Sie mir erklären!!! Mein Grossvater war im 2. Weltkrieg in der Schweizer Armee und hat auf die Deutschen (und Italiener) gewartet. Zum Glück sind sie nie gekommen und er und 400'000 andere Schweizer Soldaten mussten auch nicht kämpfen.

H
Hirohisa
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Die Idee, dass die Schweiz ihre neutrale Haltung gegenüber der EU bekräftigen sollte, ist ein hehres Anliegen, das tief in den Traditionen des Landes verwurzelt ist. __Doch wenn die Schweiz diesen Weg einschlagen würde – und infolgedessen mit Unterbrüchen bei der Versorgung mit Lebensmitteln und Energie aus der EU konfrontiert wäre –, könnte sie einer solchen Situation wirklich standhalten? __Oder setzt dieser Ansatz den unerschütterlichen guten Willen der EU voraus?

The idea that Switzerland should reinforce its neutral stance vis-à-vis the EU is a noble one, rooted in the country's traditions. __Yet, were Switzerland to choose this path—and consequently face disruptions in sourcing food and energy from the EU—could it truly withstand such a situation? __Or does this approach presuppose the EU's unwavering goodwill

R
Rbaaij
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Ich halte es für einen strategischen Fehler, die wirtschaftlichen Beziehungen zu Russland abzubrechen. Denn dadurch entsteht in den Augen des russischen Volkes der Eindruck, dass Europa tatsächlich der Feind ist. Damit spielt man Putin in die Hände. ____Ich rate dem Schweizer Volk, für die Neutralität zu stimmen. Auf diese Weise werdet ihr wieder ein gutes Beispiel für die Geschichte sein.

I think it is an strategic error, to break economic ties with russia. As it creates as a result the sentiment that Europe is in fact the enemy, in the eyes of the russian people. Thereby playing into Putins hand. ____I advice the Swiss people to vote for neutrality. That way you will be again a good example for history.

Giannis Mavris
Giannis Mavris SWI SWISSINFO.CH
@Rbaaij

Ein Gegenvorschlag: Russland stellt die Kriegshandlungen ein und zieht sich aus der Ukraine zurück - dann kann die Schweiz die Sanktionen wieder aufheben. Was halten Sie davon? Das wäre vielleicht eine bessere strategische Weitsicht.

Anonym
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@Rbaaij

Derzeit sind die Augen des russischen Volkes darauf gerichtet, die ukrainische Identität zu zerstören und die imperialen Sehnsüchte vergangener Zeiten wiederzubeleben. Die Annahme der sogenannten Neutralitätsinitiative würde Putin in der Tat in die Hände spielen, weshalb er und seine Kumpane keinen Hehl aus ihrer starken Unterstützung für die Initiative gemacht haben. Ausserdem sei daran erinnert, dass es Russland war, das seine blockfreien und neutralen Nachbarn in den letzten 120 Jahren wiederholt unterdrückt hat. Fragt die Polen, die Esten, die Letten, die Litauer, die Finnen, die Tschechen... __Nennen wir das Kind beim Namen!

At this point, the eyes of the Russian people are focused on destroying Ukrainian identity and restoring the imperial longings of ages past. Adopting the socalled neutrality initiative would indeed play into Putin's hand which is why he and his cornies have made no secret of their strong support of the initiative. Also, just as a reminder, it was Russia that crushed its blockfree and neutral neighbors repeatedly in the last 120 years. Ask the Poles, the Estonians, the Latvians, the Lithuanians, the Finns, the Czecks..... __Let's call a spade a spade!

Anonym
@Giannis Mavris

Sehr gute Idee! Man müsste diese Idee viel mehr unter die Leute bringen, denn sie wäre der einfachste und schnellste Weg zum Frieden.

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft

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