Medikamentenpreise sinken um 10 Prozent
Die Preise der Medikamente, die von den Krankenkassen erstattet werden, sinken ab 1. Januar 2010 um 10 Prozent. Darauf haben sich der Krankenkassen-Dachverband Santésuisse und die Pharmabranche geeinigt. Die Versicherer erwarten Einsparungen von 400 Mio. Franken.
«Wir sind extrem zufrieden mit diesem Resultat», sagte Santésuisse-Sprecher Felix Schneuwly. «Das sind keine Peanuts, sondern schlichtweg die grösste Preissenkung bei Medikamenten, die je von der Pharmaindustrie zugestanden worden ist.»
Noch ausstehend ist eine Einigung darüber, wie diese Reduktion erreicht werden kann. Zur Debatte stehen verschiedene Möglichkeiten. Eine davon ist die Ausweitung des Länderkorbes, der für die Bemessung der Medikamentenpreise herangezogen wird, auf Tiefstpreisländer. Oder die Preissenkung würde auf die teuersten Produkte konzentriert. «Wenn uns das nicht gelingt, wird das Bundesamt für Gesundheit entscheiden müssen», sagte Schneuwly.
Laut Santésuisse würde der Preisnachlass eine Entschärfung des für 2010 erwarteten Anstiegs der Krankenkassenprämien um zwei Prozentpunkte ermöglichen.
Ende Mai hatte das Bundesamt für Gesundheit für 2010 einen Anstieg der Krankenkassenprämien um durchschnittlich 15% angekündigt. «Wir wollen den Anstieg nach wie vor unter der 10-Prozent-Marke halten», sagte der Santésuisse-Sprecher. Um dies zu erreichen, seien noch weitere Massnahmen nötig, «vor allem bei den Spitalambulatorien».
swissinfo.ch und Agenturen
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