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Probebohrung nach Gas und Öl im Genfersee

Im November soll unter dem Genfersee mit der Suche nach Erdgas und Erdöl begonnen werden. Die Verantwortlichen vermuten drei Kilometer unter dem Lac Léman grössere Gasvorkommen. Erstmals wollen sie mit Probebohrungen in so grosse Tiefen vordringen.

Philippe Petitpierre, Vize-Präsident der zuständigen Firma Petrosvibri, bezeichnete das Vorhaben als «aussergewöhnlich». Nach mehr als 15 Jahren Vorbereitung wurde das Bohrgesuch in den letzten neun Monaten von der Standortgemeinde Noville und den zuständigen Waadtländer Behörden geprüft.

Im Juli erteilten die Behörden grünes Licht. Die ersten Tiefbauarbeiten sollen in Kürze aufgenommen werden, damit der Bohrturm ab November betriebsbereit ist, wie Petitpierre vor den Medien in Vevey erklärte.

Die Bohrungen sollen 18 bis 24 Monate dauern. Petrosvibri steht für die Exploration ein Budget von 22,5 Mio. Franken zur Verfügung. Das Bohrloch soll in 3000 Meter Tiefe führen.

Nach Ansicht der Geologen gibt es in diesen Zonen mit Bestimmtheit Erdgas. Offen ist, wie viel und ob sich dessen Förderung lohnt. Die Geologen schliessen auch Erdöl-Vorkommen nicht aus.

Die Firma Petrosvibri gehört den Erdgasvertriebs-Gesellschaften Gaznat AG (66%) und Holdigaz (34%), die sich ihrerseits teilweise im Besitz der öffentlichen Hand befinden.

swissinfo.ch und Agenturen

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