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Schlussstrich gezogen

Die gescheiterte Internetbank y-o-u hat Vontobel weniger gekostet als angenommen. Keystone

Im Streit um die gescheiterte Internetbank y-o-u haben sich die Vontobel-Bankengruppe und das Beratungsunternehmen PricewaterhouseCoopers geeinigt.

Über den Inhalt der erzielten Vereinbarung sei Stillschweigen vereinbart worden, teilte Vontobel am Freitag mit. Mit der gütlichen Einigung mit PricewaterhouseCoopers (PWC) sei die finanziell relevante Abwicklung des Ende Februar 2001 geplatzten Projekts y-o- u abgeschlossen. PricewaterhouseCoopers war Projektmanagerin der Internetbank.

Zur Liquidation des Projekts hatte der Verwaltungsrat der Vontobel Holding AG im März 2001 eine Rückstellung von 100 Mio. Franken vorgenommen. Diese Summe sei nicht vollständig beansprucht worden, gab Vontobel weiter bekannt. Über 300 Verträge, die im Verlauf der Projektarbeiten mit Dritten abgeschlossen wurden, seien aufgelöst worden.

Im vergangenen Mai hatte Vontobel noch damit gerechnet, dass das gescheiterte Projekt insgesamt 250 Mio. Franken kosten dürfte. Da die Rückstellung nicht vollständig ausgeschöpft wurde, liege die Schadensumme nun unter 250 Mio. Franken, erklärte Vontobel-Sprecher Franz Brunner.

Im Netz gescheitert

Nach dem Abbruch des Projekts hatte der Vontobel-Verwaltungsrat den Verwaltungsratsdelegierten Jörg Fischer, den Finanzchef Walter Kaeser und Hans-Peter Bachmann, den Leiter Corporate Finance, entlassen. Den drei Spitzenmanagern werden Unregelmässigkeiten im Zusammenhang mit y-o-u vorgeworfen.

Am vergangenen Dienstag ist Fischer auch als Präsident der Schweizer Börse SWX zurückgetreten. Er begründete den Schritt mit dem laufenden Verfahren der Eidgenössischen Bankenkommission (EBK). Diese hatte eine Untersuchung eingeleitet, um zu klären, ob Fischer als Börsenpräsident noch Gewähr für eine einwandfreie Geschäftsführung biete. Nach Fischers Rücktritt wurde das EBK-Verfahren eingestellt.

swissinfo und Agenturen

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