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Schweizer ist mächtigster Mann der Kunstbranche

Der Schweizer Hans-Ulrich Obrist ist der weltweit mächtigste Mann in der Kunstbranche. ArtReview hat ihn an die Spitze seiner jährlichen "Power 100" Liste gesetzt. Auch Iwan Wirth, Fischli & Weiss, Michel Ringier und Beatrix Ruf werden genannt.

Obrist ist zur Zeit Co-Direktor an der Serpentine Gallery in London. Schon auf Platz 11 der Liste der mächtigsten 100 Künstler, Galeristen, Sammler und Kuratoren von ArtReview folgt wieder ein Schweizer, der Zürcher Kunsthändler Iwan Wirth.

Das Künstlerduo Peter Fischli & David Weiss (19.), der Verleger und Kunstsammler Michael Ringier (56.) und die Leiterin der Kunsthalle Zürich, Beatrix Ruf (66.) sind weitere mächtige Schweizer im Kunstbetrieb.

«Es ist nicht nur Obrist, den wir in den Vordergrund rücken, sondern sein Approach. Er schreibt, interviewt, wirkt als Kritiker, archiviert und dokumentiert», erläuterte Mark Rappolt, der Herausgeber der ArtReview, gegenüber dem britischen Guardian.

In Zeiten, wo sowohl öffentliche Institutionen wie private Galerien unter der Finanzkrise litten, sei es Obrists Rolle als Macher, Konnektor und Netzwerker, die ihm Macht verleihe, sagte Rappolt.

Der mächtigste Kunstmensch vom vergangenen Jahr, der Brite Damien Hirst, fiel auf Rang 48 zurück. Er hatte 2008 als erster Maler seine Werke in einer Auktion verkauft und sich seither etwas aus dem Rampenlicht zurückgezogen.

Als bestplatzierter Künstler trumpfte dieses Jahr auf Platz 10 der US-Amerikaner Bruce Nauman auf (Goldener Löwe des Kunstbiennale Venedig).

Das Fachmagazin wählt die Kandidaten nach vier Kriterien aus: Internationales Gewicht, Einfluss auf Schaffung von Kunstwerken, Bedeutung für den Kunstmarkt und individueller Beitrag für die Kunst.

swissinfo.ch und Agenturen

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