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Wirtschaftswachstum bleibt Herausforderung

Die Schweiz ist stark vom Export abhängig. Keystone

Für economiesuisse bleibt die Erhöhung eines breit abgestützten Wirtschafts-Wachstums die zentrale wirtschaftspolitische Herausforderung der Schweiz.

Gleichzeitig erteilte der Wirtschafts-Dachverband an seiner Jahresmedienkonferenz allen «Reformblockierern» eine Absage.

Die Schweiz brauche ein breit abgestütztes Wirtschaftswachstum, betonte Ueli Forster, Präsident von economiesuisse, am Montag.

Der zentrale Ansatz dafür sei die Angebotsseite, hielt Forster fest, und erinnerte an die vier elementaren Wachstumsfaktoren: Arbeit, Kapital, Technologie und Unternehmen.

Bundesrat «auf richtigem Weg»

Die wachstumspolitische Konzeption der Schweizer Landesregierung (Bundesrat), die an der Entstehungsseite des Bruttoinlandproduktes ansetze, sei daher richtig.

Forster warnte aber davor, die Angebots- und Nachfragepolitik gegeneinander auszuspielen. Viel wichtiger sei es, angebots- und nachfragepolitische Ansätze in einer konsistenten Strategie zu verbinden.

Zentral bleibe vor diesem Hintergrund die Konsolidierung des Bundeshaushaltes, denn solide Staatsfinanzen seien unverzichtbar für die nachhaltige wirtschaftliche und soziale Stabilität.

Der gegenwärtige Vorwurf des «Kaputtsparens» sei absurd, wenn bereits der Verzicht auf eine geplante Zusatzausgabe als Sparen interpretiert werde.

Für aktive Aussenwirtschaftsstrategie

Mit der Liberalisierung der Handelspolitik und dem technischen Fortschritt im Transportbereich habe sich der internationale Austausch von Waren und Dienstleistungen in den letzten Jahren verfünffacht, führte Patrick Odier, Vizepräsident von economiesuisse, aus.

Ebenso rasant sei das Wachstum bei den Direktinvestitionen. Die Schweiz mit ihrer kleinen und offenen Volkswirtschaft sei heute eines der am stärksten in die Weltwirtschaft eingebundenen Länder.

Schweizer Unternehmen beschäftigten über 1,8 Mio. Mitarbeiter im Ausland und jeder zweite Franken werde im Ausland verdient. Mit seiner neuen Aussenwirtschaftsstrategie wolle der Bundesrat diese Erfolgsserie fortsetzen.

Für Liberalisierung eintreten

economiesuisse unterstütze die Strategie des Bundesrates, sagte Odier. Von entscheidender Bedeutung sei diesbezüglich die WTO-Ministerkonferenz im Dezember 2005 in Hongkong.

Dabei erwarte economiesuisse vom Bundesrat, dass die Schweizer Verhandlungsdelegation entschlossen für eine umfassende und rasche Liberalisierung der Welthandelsordnung eintrete.

Parallel dazu fordere economiesuisse die Pflege und den Ausbau bilateraler Wirtschaftsabkommen mit den wichtigsten Handelspartnern, um Diskriminierungen der Schweizer Wirtschaft zu vermeiden.

Konservative blockieren wichtige Reformen

Rudolf Ramsauer, Vorsitzender der Geschäftsleitung, wandte sich in seinem Votum gegen die «unselige Blockadepolitik links- und strukturkonservativer Kräfte».

Damit würden jegliche Reformschritte torpediert und dringend notwendige Fortschritte auf dem Weg zu mehr Wachstum verhindert.

Das zeige sich bei Schengen/Dublin, bei der Personenfreizügigkeit, den Sonntagsöffnungszeiten, der gentechnikfreien Landwirtschaft, den Nationalbankgewinnen für die AHV oder den Kinderzulagen.

Wer dermassen rückwärtsgewandt und realitätsfremd politisiere, erweise der Schweiz keinen Dienst, schloss Ramsauer.

swissinfo und Agenturen

economiesuisse ist die Dachorganisation der Schweizer Wirtschaft.
Sie vertritt ungefähr 30’000 Unternehmen aller Grössen in wirtschaftspolitischen Fragen und setzt sich allgemein für die Schweizer Wirtschaft ein.
Die Organisation entstand 2000 aus der Fusion des Vororts (Schweizer Handels- und Industrieverband) und der Proec (Schweizer Wirtschaftsförderung).

Der Wirtschaftsverband economiesuisse erachtet die Erhöhung eines breit abgestützten Wirtschafts-Wachstums als zentrale wirtschaftspolitische Herausforderung.

In der Aussenwirtschaft unterstützt der Dachverband die neue Strategie des Bundesrates.

economiesuisse plädiert für eine rasche Liberalisierung des Welthandels im Rahmen der WTO und fordert parallel den Ausbau bilateraler Wirtschafts-Abkommen.

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